Katholische Gemeinde baut großes Weihnachtszelt hinter der Kirche auf

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Wie feiern wir Weihnachten in der Corona-Zeit? Die Kirchengemeinden bereiten sich intensiv auf den Advent vor, der Ende November beginnt. Eine Gemeinde in Castrop-Rauxel hat feste und große Pläne.

Frohlinde

, 20.11.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was planen unsere Kirchengemeinden in der Advents- und Weihnachtszeit? Das Kirchenjahr in der katholischen Kirche beginnt mit dem ersten Adventssonntag (29.11.) und gipfelt nach nicht einmal vier Wochen in einem Weihnachtsfest, das mit der Feier der Geburt Jesu Christi für viele Christen schon der Höhepunkt des Jahres ist.

Bei den Planungen spielt die Corona-Krise eine große Rolle: Seit Monaten ist die Besucherzahl in den Kirchen stark eingeschränkt. Jede zweite Bank ist komplett gesperrt, in den freien Bänken sind nur die Außenseiten frei. Gottesdienstbesucher sollen sich nicht gegenseitig mit dem Coronavirus anstecken können. Das schränkt aber die Kapazität der Gotteshäuser stark ein, vor allem die der kleinen Kirchen.

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Eine solche kleinere Kirche steht in Frohlinde einer aktiven Gemeinde gegenüber: Wie soll man in der Schutzengel-Gemeinde Heiligabend feiern, wie die Weihnachts- und die Adventsgottesdienste? Die Gemeinde, die Teil des Pastoralverbundes Süd St. Lambertus ist, macht sich seit Wochen intensiv Gedanken darüber und kann nun ein recht spektakuläres Ergebnis vorweisen: Weihnachten findet dort im Festzelt statt.

300-Quadratmeter-Festzelt

Im Advent werde jeden Sonntag und Mittwoch um 18 Uhr eine Andacht auf dem Kirchplatz stattfinden, teilte Michael Wefringhaus vom Kirchenvorstand nun auf Anfrage unserer Redaktion mit. Ab dem 4. Advent (20.12.) feiere man die Messen dann bis zum Ende der Weihnachtszeit (10.1.) im Weihnachtszelt auf der Festwiese hinter der Kirche.

300 Quadratmeter groß wird es sein, einen Holzboden haben und mit einer Warmluftheizung beheizt sein, so Wefringhaus. Das Zelt fasst rund 120 Gläubige. An Heiligabend ist um 15 Uhr Krippenfeier, um 17.30 und 22 Uhr Christmesse. Es folgen am 1. und 2. Weihnachtstag sowie am Sonntag (27.12.) Heilige Messen um 10 Uhr.

Wichtig: Für die Weihnachtsgottesdienste sind kostenlose Platzkarten erforderlich, die man ab dem 5.12. nach den Gottesdiensten in der Schutzengelkirche namentlich reservieren kann. „Dies wird den Einlass an den Festtagen erleichtern, und wir haben eine Übersicht über die vergebenen Plätze“, sagt Wefringhaus. Der Eintrag in einer Anwesenheitsliste, seit Monaten erforderlich, entfällt dann wohl.

Kosten aus einem Bistums-Fonds bezahlt

Pfarrer Winfried Grohsmann freut das: „Wir gehen dort ganz nach dem Motto vor ‚in der Herberge war kein Platz‘“, sagt der Leiter des Pastoralverbundes im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Kosten des Zelts deckt die Gemeinde über einen Fonds, den das Erzbistum Paderborn unter dem Motto „Weihnachten trotz Corona“ aufgelegt hat. „Wir haben Mittel beantragt und sie nun zugewiesen bekommen“, so Wefringhaus.

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