In diesem Haus an der Hebewerkstraße werden gleich drei Wohnungen versteigert. © Thomas Schroeter
Immobilienmarkt

Kaufpreise für Wohnungen steigen: Angebot in Castrop-Rauxel ist knapp

Die Preise für Immobilien steigen. Das gilt auch für den Kauf von Wohnungen, so ein Vergleich von Immowelt. Und das sogar deutlich. Das Angebot in Castrop-Rauxel ist dennoch gering.

Die Kaufpreise von Wohnungen steigen in fast allen Regionen Westdeutschlands weiter. Das vermeldet der Online-Immobilienvermarkter Immowelt. In 79 von 98 untersuchten Städten und Kreisen erhöhten sich die Kaufpreise von Bestandswohnungen von 2020 auf 2021 um mindestens 10 Prozent. In der Spitze sind die Quadratmeterpreise binnen eines Jahres sogar um 29 Prozent gestiegen.

Auch der Kreis Recklinghausen verzeichnet mit einem Plus von 23 Prozent einen hohen Anstieg. Preislich gesehen ist es in Castrop-Rauxel und Umgebung natürlich immer noch billiger, eine Wohnung zu kaufen als beispielsweise in Frankfurt. Mit einem mittleren Angebotspreis von 5710 Euro pro Quadratmeter (+13 Prozent) ist es dort am teuersten. Danach folgen Düsseldorf (+15 Prozent) mit 4500 Euro und Köln (+14 Prozent) mit 4250 Euro.

Im Kreis Recklinghausen musste man in den ersten zehn Monaten 2020 im Durchschnitt 1420 Euro pro Quadratmeter zahlen. Von Januar bis Oktober 2021 waren es 1740 Euro.

Der Vorjahresvergleich basiert auf den bei immowelt.de inserierten Angeboten für Bestandswohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Als Schätzpreis für Castrop-Rauxel wird auf immowelt.de aktuell ein Wert von 1963 Euro pro Quadratmeter angegeben.

In Dortmund und Bochum ist es teurer, in Herne billiger

Ein Blick in die Nachbarschaft: Dortmund verzeichnet einen Anstieg um 25 Prozent von 1740 auf 2170 Euro. Billliger als dort ist es in Bochum mit einem Anstieg von 16 Prozent von 1600 bis 1850 Euro. Noch günstiger lassen sich in Herne Wohnungen kaufen. Hier stieg der Quadratmeterpreis um 21 Prozent von 1370 auf 1660 Euro.

Der gestiegene Preis deutet daraufhin, dass Wohnungen weiter begehrt sind. Das belegt der Blick auf immowelt.de. Zwölf Angebote für Castrop-Rauxel sind dort am 1. Dezember lediglich verzeichnet. Bei fünf Angeboten handelt es sich dabei um Zwangsversteigerungen. Immerhin: Da kann es günstiger werden.

Bei Zwangsversteigerungen sind die Preise niedrig

So werden Eigentumswohnungen an der Hebewerkstraße in Henrichenburg mit dem Stichwort Zwangsversteigerung inseriert: mit 97 Quadratmetern für 57.000 Euro, mit 120 Quadratmetern für 40.000 Euro, mit 95 Quadratmetern für 33.000 Euro. Baujahr ist allerdings 1906. Hier ist als Kaufpreis der Verkehrswert abgegeben. Bei der Versteigerung könnte man sie günstiger bekommen.

Angeboten wird außerdem in Ickern eine 3,5-Zimmer-Maisonettewohnung in „familienfreundlicher Lage“ aus dem Jahr 2000. Hier kosten die 78 Quadratmeter 125.000 Euro. Und für die modernisierte Maisonette-Wohnung am Stadtgarten werden für 125 Quadratmeter 229.000 Euro verlangt.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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