Kein Pony-Verbot auf der Castroper Kirmes

Trotz Tierschützer-Kritik

Sie laufen stetig im Kreis, auf einem kleinen Sandplatz, den ganzen Tag. Was Kindern meistens große Freude bereitet, trifft vor allem bei Tierschützern auf viel Kritik. Sogenannte Ponykarussels sind auch in den Augen der Tierfreunde Castrop-Rauxel Tierquälerei. Sie wollen weiter für ein generelles Verbot kämpfen.

CASTROP-RAUXEL

, 14.10.2015, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kein Pony-Verbot auf der Castroper Kirmes

Immer wieder demonstrieren Tierschützer gegen sogenannte Ponykarussell. Auch auf einer Kirmes in Vechta waren sie aktiv.

Ponys, die auf der Kirmes Runde für Runde im Kreis laufen erfreuen viele Kinder, Tierschützern sind sie aber längst ein Dorn im Auge. So auch den Tierfreunden Castrop-Rauxel, die ein generelles Verbot dieser Pony-Karusselle von der Stadt fordern. Doch die hat das jetzt abgelehnt.

Thomas Plauck hatte im Namen der Tierfreunde eine Petition mit 1038 Unterschriften bei der Stadt eingereicht. Doch auch das überzeugte nicht. „Ein generelles Verbot würde die freie Gewerbeausübung einschränken“, sagt Stadt-Pressesprecherin Nicole Fulgenzi. „Wir haben rechtlich keine Möglichkeiten für ein Verbot.“

Das Kirmeskonzept soll überarbeitet werden

Der Betreiber des Pony-Karussells, der auch auf der Castrop-Rauxeler Kirmes vertreten war, geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. Das lässt Thomas Plauck hoffen, zufrieden ist er mit der Entscheidung der Stadt aber trotzdem nicht. „Wenn sich ein Nachfolger meldet, haben wir wieder das gleiche Problem“, sagt Plauck.

Nach Angaben der Stadt soll das Konzept der beiden Kirmessen in der Altstadt überarbeitet werden. „Nach dem Marktplatzumbau soll sich auch inhaltlich etwas ändern“, sagt Nicole Fulgenzi. „Ob 2017 dann auch wieder ein Ponykarussell dabei ist, wird sich zeigen.“

Kein Zirkus mit Wildtieren

Einen kleinen Erfolg können Thomas Plauck und die Tierfreunde aber doch verbuchen. Denn die Stadt kommt der Forderung nach, Zirkussen, die Wildtiere halten, keine städtischen Flächen zur Verfügung zu stellen. Generell gebe es aber auch wenige Anfragen von Zirkussen mit Elefanten, Tigern und co. bei der Stadt. „Castrop-Rauxel ist dafür nicht der richtige Standort“, sagt Nicole Fulgenzi. „Zu uns kommen kleinere Ableger von bekannten Zirkussen.“

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Eine für vergangenen Samstag geplante Demo am Zirkus hatte Plauck kurzerhand wieder abgesagt, nachdem er sich vor Ort ein Bild gemacht hatte. „Viele Besucher hatte der Zirkus nicht, und mit Wildtieren wird dort auch nicht gearbeitet“, sagt Thomas Plauck.

Von der Entscheidung der Stadt will er sich aber nicht unterkriegen lassen Er kämpft weiter dafür, dass Tiere artgerecht gehalten werden – und das bundesweit. 

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