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Keine Vorteile für Castrop-Rauxeler Bahnfahrer

Betreiberwechsel bei RB43

Ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember betreibt die Deutsche Bahn wieder die RB43, die in Castrop-Rauxel Süd und Merklinde hält. Die Hoffnungen auf Verbesserungen für Fahrgäste haben sich allerdings zerschlagen - zumindest vorerst.

CASTROP-RAUXEL

, 26.11.2015 / Lesedauer: 2 min
Keine Vorteile für Castrop-Rauxeler Bahnfahrer

Die Ära der Nordwest-Bahn auf der Emschertalbahnstrecke von Dorsten nach Dortmund über Castrop-Rauxel Süd und Merklinde geht Mitte Dezember zu Ende. Bis 2028 ist dann wieder die DBRegio am Zug.

Mit dem bevorstehenden Fahrplanwechsel am 13. Dezember kehrt die Emschertalbahn (RB43) mit den beiden Castrop-Rauxeler Haltepunkten Castrop-Rauxel Süd und Merklinde bis 2028 in den Schoß der Mutter Deutsche Bahn zurück. Die damit verbundenen Hoffnungen auf Verbesserungen für die Fahrgäste erfüllen sich allerdings zunächst nicht. 

„Wir bekommen Gelder vom Land, mit denen wir nach bestimmen Vorgaben Infrastrukturmaßnahmen fördern können, etwa die Barrierefreiheit von Haltepunkten“, erklärte VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik auf Anfrage.

Entsprechende Anträge für einen der beiden Castrop-Rauxeler Haltepunkte seien aber in den vergangenen Jahren weder von der Bahn noch von der Stadtverwaltung gestellt worden.

Neue Waggons 2016

Darüber hinaus hat auch die Bahn ihre 2013 angekündigten Verbesserungen auf 2016 verschoben. Dabei geht es zum neuen Großraumwaggons des polnischen Herstellers Pesa, die 120 beziehungsweise 160 Sitzplätze und darüber hinaus mehr Platz für Fahrräder bieten. Auch von einer zusätzlichen Fahrt an Werktagen in den Abendstunden ist nicht mehr die Rede. 

Wörtlich erklärte ein Bahnsprecher auf unsere Anfrage: „Auf der Linie der RB43 werden ab dem 13. Dezember 2015 vertragsgemäß Fahrzeuge vom Typ VT 628 (Standardwaggons) eingesetzt. Der Einsatz von Pesa Link-Fahrzeugen ist mit Betriebsaufnahme des „Neuen Sauerlandnetzes“ erst Mitte Dezember 2016 vorgesehen. Fahrplanänderungen wird es zum Fahrplanwechsel 2015 nicht geben.“

Notwendige Verbesserungen 

Als die RB 43 vor Jahren Gefahr gelaufen war, ganz von der Landkarte gestrichen zu werden, hatte der RVR 2009 in einer großen Studie den Anrainerstädten empfohlen, durch gezielte Attraktivierung der Strecke mehr Kunden anzulocken. Dazu zählten vor allem Verbesserungen in die Infrastruktur wie Barrierefreiheit sowie eine Verkürzung des Taktes auf eine halbe Stunde.

Nachdem das langfristige Überleben der Strecke sichergestellt worden war, hat man es aber offensichtlich nicht mehr sehr eilig damit gehabt. Für den SPD-Verkehrsexperten Bernd Goerke ist die Zeit gekommen, die notwendigen Verbesserungen auf den Weg zu bringen. „Wir werden die Verwaltung jetzt damit beschäftigen müssen“, räumte er auf Anfrage ein.

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