Kinder fordern ihre Rechte ein - auch das auf Spaß

Weltkindertag

CASTROP Offiziell war der Weltkindertag zwar schon am Sonntag, in Castrop-Rauxel ist es aber gute Tradition, das Fest, an dem an die Rechte der Kinder erinnert werden soll, einen Tag später zu begehen. Wobei: Eigentlich sollte ja jeder Tag ein Tag für den Nachwuchs sein.

von Von Christoph Witte

, 21.09.2009, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Wir haben ein Recht auf Spaß! Wir haben ein Recht auf Bildung! Wir haben ein Recht auf Rumblödeln! Wir haben ein Recht auf Information, auf Freizeit, auf Schutz, auf Familie, auf Gleichbehandlung, auf eine eigene Meinung", riefen Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) zur Eröffnung des Kinderfestes aus. Die Liste ließe sich unendlich verlängern oder einfach mit dem Motto der bunten Veranstaltung auf den Punkt bringen: "Ohne uns Kinder geht es nicht!"

Marcel-Callo-Haus Zum nunmehr neunten Mal organisierte das Team Jugendarbeit der Stadt mit den städtischen und freien Jugendeinrichtungen und natürlich dem KiJuPa einen Weltkindertag in der Europastadt. Das Marcel-Callo-Haus bot sich einmal mehr als ideale Kulisse an. Unter freiem Himmel bei tollem Wetter konnte getobt, gespielt, aber auch Ernstes angesprochen werden.

So hatte das KiJuPa extra ein Wohnzimmer aufgebaut, wo sich Eltern und Kinder in gemütlicher Runde über das Thema Jugendrechte austauschen und informieren konnten. Und bunte Plakate, beschrieben mit den Kinderrechten, hingen an Bäumen.

Aktionsstände Natürlich stand aber der Spaß im Vordergrund. Jede Menge Aktionsstände vertrieben auch nur den kleinsten Gedanken an Langeweile. Kistenklettern, Hüpfburg, Nagelbalken, Dosenwerfen, Schminken - Jungen und Mädchen kamen gleichermaßen auf ihre Kosten.

Der Erlös der Veranstaltung kommt natürlich, wie soll es auch anders sein, Kindern zugute. Der Verein "Strahlemännchen", der krebskranken Kindern einen Herzenswunsch erfüllt und sich auch um die Geschwister kümmert, wird bedacht. Damit aber die Wünsche der Kinder aus Castrop-Rauxel für eine bessere Welt auch außerhalb der Stadt Gehör finden, schrieben sie diese auf Zettel, hängten sie an Helium-Luftballons und schickten sie gen Himmel.

 

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