Klage stoppt den Weiterbau des XXL-Windrades

Verwaltungsgericht

OBERCASTROP Es wird geklagt. Das XXL-Windrad an der Stadtgrenze in Gerthe soll noch gestoppt werden. Barbara Gröger hat als Grundstückseigentümerin am Castroper Hellweg 642 jetzt beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Klage eingereicht.

von Von Peter Wulle

, 21.07.2009, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einen Steinwurf entfernt von der Stadtgrenze entsteht ein Windrad im Naturschutzgebiet.

Einen Steinwurf entfernt von der Stadtgrenze entsteht ein Windrad im Naturschutzgebiet.

Damit verbunden ist ein sofortiger Baustopp, der nur durch die Genehmigungsbehörde aufgehoben werden kann. Wegen der Urlaubszeit passiert dies derzeit jedoch nicht.

Bedrängung durch großes Bauwerk Die Klage zielt auf einen Verstoß gegen das allgemeine Rücksichtsprinzip, konkret gegen eine optische Bedrängung durch ein großes Bauwerk", sagt ihr Mann Heinrich Breuckmann. Nur 270 Meter liegt das Haus des Ehepaares von dem neuen Windrad entfernt, dessen Rotorspitzen sich in einer Höhe von rund 150 Metern drehen werden. "Wenn eine Wohnbebauung in einer Entfernung liegt, die geringer ist als das zweifache Höhenmaß, haben Gerichte schon häufig entschieden, dass dies zu nah sei. Wir rechnen uns daher große Chancen aus", so Heinrich Breuckmann. Mit einer endgültigen Entscheidung in erster Instanz rechnet er in etwa einem Jahr.

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