Klares Nein zur Forensik in Castrop-Rauxel

Verwaltungsvorstand

Auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet soll nach dem Willen der Stadtverwaltung kein Maßregelvollzug für psychisch kranke und suchtkranke Kriminelle entstehen. Dabei handelt es sich um aufwändige Immobilien auf fünf Hektar Grundfläche mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 26.09.2011, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgermeister Beisenherz ist gegen Forensik in Castrop-Rauxel

Bürgermeister Beisenherz ist gegen Forensik in Castrop-Rauxel

Diese Einschätzung sei einhellig gewesen, versicherte der Bürgermeister. Dem Verwaltungsvorstand gehören neben dem Bürgermeister die drei Dezernenten Petra Glöß, Heiko Dobrindt und Michael Eckhardt, Kämmerin Annemarie Tesch sowie EUV-Vorstand Michael Werner an. Gleichwohl, so schränkte Beisenherz ein, handele es sich erst um eine vorläufige Einschätzung. Der zuständige Technische Beigeordnete Dobrindt sei federführend beauftragt worden, die Ablehnung ausführlich zu hinterlegen. Die Erfolgsaussichten schätzt Beisenherz für gut ein: „Ich denke schon, dass wir in Castrop-Rauxel außen vor bleiben werden.“

Wie in der vergangenen Woche berichtet, hatte das NRW-Gesundheitsministerium zuvor 118 Städte in der Region angeschrieben, der Landesregierung mögliche Standorte für neue Einrichtungen zu nennen. Der Grund: Die Anzahl der derzeit einsitzenden Straftäter von 2900 werde sich bis 2020 um rund 650 Personen erhöhen. Da in den fünf Landgerichtsbezirken Dortmund (mit Castrop-Rauxel), Münster, Essen, Wuppertal und Bonn zu wenige Plätze angeboten werden, müssen dort fünf bis sieben Anstalten errichtet werden. Eine weitere Einrichtung in Dortmund hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger ausgeschlossen. Zu diesem Bezirk gehört neben Hamm und neun Städten des Kreises Unna als einzige Kommune aus dem Kreis Recklinghausen unsere Stadt.

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