Knast-Insassen renovieren Tierheim

DEININGHAUSEN Gegen Ende des Jahres könnte das Tierheim am Deininghauser Weg eine schöne Herberge für jedes Tier sein. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg: Noch ist das Tierheim teilweise eine Bruchbude.

von von Christoph Witte

, 20.01.2009, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch die Box von Dobermann Pluto, der hier Roswitha Heise begrüßt, braucht mindestens einen neuen Anstrich.

Auch die Box von Dobermann Pluto, der hier Roswitha Heise begrüßt, braucht mindestens einen neuen Anstrich.

Die Arbeitskraft im Knast kommt den Tierschützern da genau recht. Nur die Materialkosten müsste das Tierheim selber tragen. „Machen müssen wir ja auf jeden Fall etwas und das Teure ist ja der Arbeitslohn“, ist Roswitha Heise zuversichtlich das nötige Geld berappen zu können.

Doch nicht nur den Tieren, auch den Menschen soll es etwas komfortabler werden im Tierheim. Die ehrenamtlichen Helfer würden gerne für Besucher eine drei mal drei Meter große Holzhütte vor dem Katzenhaus abstellen, damit Besucher nicht im Regen stehen müssen. „Das Haus kriegen wir hin“, versichert Wolfgang Striemann. „Wir können es in der JVA in Elementarbauweise bauen und hier zusammensetzen.“

Schwierig ist es, einen Zeitplan für die Arbeiten aufzustellen. „Zunächst brauchen wir jemanden, der die Arbeiten kann, und zweitens muss er auch rausdürfen“, erklärt Striemann die Abhängigkeit vom Freigängerstatus‘ der Inhaftierten. Wer dem Tierheim mit Material oder Muskelkraft helfen möchte, kann sich bei Roswitha Heise unter Tel. (02 31) 48 66 86 melden. 

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