Knepper-Werk: Logistiker könnten folgen

Abriss des Kraftwerks möglich

In absehbarer Zukunft könnte das Knepper-Kraftwerk tatsächlich abgerissen werden. Auch eine Neunutzung als Gewerbe- und Industriegebiet (GI-Gebiet) wird realistischer. Es gibt auch bereits Gutachten, die klären sollen, wie Anwohner vor Lärm geschützt werden können.

CASTROP-RAUXEL

, 06.02.2016, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Luftaufnahme vom Kohlekraftwerk Knepper, das in absehbarer Zukunft tatsächlich abgerissen werden könnte.

Eine Luftaufnahme vom Kohlekraftwerk Knepper, das in absehbarer Zukunft tatsächlich abgerissen werden könnte.

Bekanntlich wird die Fläche an der Stadtgrenze gemeinsam mit Dortmund entwickelt. Im Umweltausschuss gab es dafür reichlich Lob (Oliver Lind: "Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund läuft hervorragend."), aber auch kritische Nachfragen. Denn wenn zwei oder drei größere Unternehmen, darunter wohl ein Logistiker, starkes Interesse an einer Ansiedlung haben, geht es natürlich um Erschließung.

Frage nach Verkehrsregelung

Daniel Mollisch von der SPD meinte im Umweltausschuss mit Blick auf die seit Jahren geltende Temporeduzierung an der Nierhausstraße: "Die verkehrliche Anbindung müsste über die hintere Anfahrt erfolgen, nicht über die berüchtigte 10-km/h-Allee." Eine schnelle Anbindung an die Autobahn wäre wünschenswert. 

Im hinteren Bereich des Geländes hat sich im Lauf der Zeit die Natur selbst eingerichtet. "Wir gucken, was da an Arten vorhanden ist", betont der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt auf die Forderung Molloischs, dass eine so genannte Flora-Fauna-Habitat-Prüfung stattfinden müsse.

Lärm soll vermieden werden

Wie die Menschen in der Nähe, etwa an der seit Jahren kaputten Oestricher Straße vor eventuell eintretendem Lärm und Verkehr geschützt werden könnten, wird nach Dobrindt in Gutachten untersucht. Die Ausschussvorsitzende Notburga Henke stellte klar, dass es in der Nacht im Wohnbereich nicht lauter als 35 Dezibel sein darf.

Uli Werkle von den Grünen meint: "Wenn Brachen reaktiviert werden, ist das eine Politik, die wir wollen." Die 1,7 Hektar Grünfläche auf dem Dreieck zwischen Oestricher- und Oststraße sollten nach Werkle zudem weiter landwirtschaftlich genutzt werden. Dobrindt meint: "Das gehört zum Kraftwerksgelände und ist Teil des Baustandorts."

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