Krach bei den Grünen: Das sagt die Parteispitze

Nach Rücktritt von Kemna

Nach dem Rücktritt von Ratsmitglied und Kommunalwahl-Kandidat Andreas Kemna äußert sich nun die Parteispitze der Grünen in Castrop-Rauxel. Die Kommunikation untereinander hätte besser laufen können, hieß es im Gespräch mit unserer Redaktion. Kemnas Vorwürfe wies die Spitze hingegen entschieden zurück.

CASTROP-RAUXEL

, 02.04.2014 / Lesedauer: 2 min
Krach bei den Grünen: Das sagt die Parteispitze

Die Grünen beim Jahresempfang. Mittlerweile ist Andreas Kemna, Sprecher des Stadtverbands (2.v.r.) zurückgetreten. Der andere Sprecher Uli Werkle (2.v.l.) und Bert Wagener, Sprecher der Ratsfraktion (r.), bestreiten, dass die Älteren in der Partei eine Schlammschlacht angezettelt hätten.

Gemeinsam mit Notburga Henke und Manfred Fiedler wiesen sie die Vorwürfe von Kemna, persönlichen Druck ausgeübt und eine Schlammschlacht angezettelt zu haben, entschieden zurück. „Wir wollten keine Liste, die angreifbar“ ist, begründete Manfred Fiedler, warum es zu einer dritten Mitgliederversammlung und Wahlen gekommen ist.

Rückendeckung bekommen die hiesigen Grünen vom Kreisvorstand und hier insbesondere von der stellvertretenden Landrätin Elke Marita Stückel-Lotz, die bei der jüngsten Versammlung am Montag dieser Woche mit an Bord war. „Die Reserveliste wurde satzungsgemäß gewählt. Ich kann nicht verstehen, wie Andreas Kemna derart überreagiert, nur weil er nicht den erhofften Listenplatz bekommen hat.“

Kemna, bis dato einer von zwei Stadtverbandssprechern und auf der ersten Mitgliederversammlung am 1. März als Spitzenkandidat für die Kommunalwahl gewählt, war von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem Werkle auf Platz eins gewählt worden war. Das Tischtuch zwischen ihnen sei gleichwohl nicht zerschnitten, betonte das Führungsteam. Werkle: „Wir sind nicht so groß, dass wir auf jemand verzichten könnten.“ Und Manfred Fiedler ergänzte: „Wir hoffen, dass wir Andreas für die Parteiarbeit wiedergewinnen können.“

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