Kreis Recklinghausen macht den Weg frei für New Park

Keine Belastung für Städte

Der Recklinghäuser Kreistag hat den Weg freigemacht für den Kauf des New Park-Geländes in den Rieselfeldern bei Datteln und Waltrop. Der Kreis wird 17 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um das Industriepark-Projekt doch noch zu ermöglichen.

Recklinghausen/Datteln

26.11.2013, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
So könnte das Areal im New-Park perspektivisch aussehen.

So könnte das Areal im New-Park perspektivisch aussehen.

Nachdem das Land im September die Bürgschaft für den Grundstückskauf verweigert hatte, rauften sich die newPark-Gesellschafter zusammen und gaben die Losung aus, das Projekt alleine zu stemmen. Von Beginn an war klar, dass der Kreis Recklinghausen bei der Lösung eine zentrale Rolle spielen werde. Denn im Gegensatz zu den Städten besitzt er einen genehmigten Haushalt und damit Spielräume. Der Kreis geht nicht davon aus, dass die Kommunalaufsicht dieses Vorgehen beanstanden wird. Die Mehrheit der Kreispolitiker sieht beim Ankauf der 503 Hektar großen newPark-Fläche, die sich im Besitz von RWE befindet, nur ein „geringes Ausfallrisiko". Nach Informationen unserer Redaktion hat RWE der newPark GmbH das Rieselfeld-Grundstück für etwas mehr als drei Euro pro Quadratmeter angeboten. Als landwirtschaftliche Fläche soll das Areal aber sieben bis zehn Euro pro Quadratmeter wert sein. Falls es mit dem Industriepark nichts wird, steht die Landwirtschaft schon Gewehr bei Fuß. Die newPark GmbH sagt, für 450 Hektar lägen ihr bereits Interessenbekundungen von Bauern vor.

Die Geschäftsführerin der Gesellschaft, Petra Bergmann, zeigte sich erleichtert über die Entscheidung des Kreistages. Sie kündigte an, umgehend Gespräche mit RWE über Detailfragen aufzunehmen. „Bisher sieht es gut aus", betonte die newPark-Managerin. Ob die vom Kreistag bewilligten 17 Millionen Euro reichen, ist allerdings noch längst nicht ausgemacht. Deswegen wirbt die newPark GmbH unter ihren Gesellschaftern um weitere Geldgeber. Auch die Stadt Datteln will sich finanziell engagieren und Geld für die Bauleitplanung bereitstellen. Es geht um 700.000 Euro, die ursprünglich für das Projekt „Wasserstadt" (Wohnen und Gewerbe am Kanal) reserviert waren. Das Vorhaben ist mittlerweile aufgegeben worden, die Gelder sollen umgeschichtet werden. Darüber entscheidet der Dattelner Stadtrat am 18. Dezember.

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