Künstler zeigen Werke im Bauch des alten Kahns

Schiffshebewerk Henrichenburg

Kunst im alten Kahn: In der "Ostara", die am Oberwasser des Schiffshebewerks Henrichenburg liegt, präsentieren einige Künstler ihre Werke. Passender Name: "zu wasser". Wir haben uns die Ausstellung des Vestischen Künstlerbundes Recklinghausen vorab angesehen und Fotos gemacht.

CASTROP-RAUXEL

, 07.05.2015 / Lesedauer: 2 min
Künstler zeigen Werke im Bauch des alten Kahns

Im Innern der Ostara ist auch dieses kleine kunstvolle Schiff zu sehen.

Fast 90 Jahre alt ist die "Ostara", ein alter Schleppkahn, also ein Schiff ohne eigenen Antrieb. Er gehört zum "lebendigen Inventar des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg. Als 2014 das 100-jährige Bestehen des Rhein-Herne-Kanals gefeiert wurde, durfte er noch einmal auf große Fahrt in Richtung Duisburg gehen.

Der Bauch dieses alten Schiffes ist alles andere als ideal für eine Kunstausstellung. Das räumen sowohl Museums-Chef Dr. Arnulf Siebeneicker als auch Heidi Meier, die Vorsitzende des Vestischen Künstlerbundes, ein: "Der Boden knarrt, die Wände sind weder glatt noch weiß, es ist dunkel und wenn die Sonne scheint, heizt es sich rasch auf." Dennoch: "Trotz alledem haben wir uns nach mehreren Begehungen der Herausforderung gestellt", erklärt Meier.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Ausstellung "zu Wasser" in Henrichenburg

Im Bauch des alten Kahns ist es nicht so hell und weiß wie in einer piekfeinen Galerie. Aber: Genau hier zeigen die Mitglieder des Vestischen Künstlerbundes Recklinghausen ihre Werke - bei der Ausstellung "zu wasser".
07.05.2015
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Auch Künstler Peter Thomas stellt seine Werke aus: diese drei sind "Wasserspiegel".© Foto: Michael Fritsch
Künstler Karel Studnar vor seinem Werk.© Foto: Michael Fritsch
Im Innern der Ostara ist auch dieses kleine kunstvolle Schiff zu sehen.© Foto: Michael Fritsch
Papierschiffchen - auch das ist ein Werk im Schiff.© Foto: Michael Fritsch
Eine Arbeit mit Tiffany.© Foto: Michael Fritsch
Ein Kinderpaar am Wasser.© Foto: Michael Fritsch
Zwei der Bilder, die bei "zu wasser" in der Ostara gezeigt werden.© Foto: Michael Fritsch
„Petrischalen“ von Emmy Rindtorff bilden einen bunten Farbklecks.© Foto: Michael Fritsch
Ausstellungseröffnung "zu wasser" in der Ostara. Blick in einen Teil des Ausstellungsraumes
Installation© Foto: Michael Fritsch
Ausstellungseröffnung "zu wasser" in der Ostara. Installation Kohlen und Kanalwasser© Foto: Michael Fritsch
Ausstellungseröffnung "zu wasser" in der Ostara. Das Ausstellungsschiff, ein ehemaliger Schleppkahn liegt am Oberwasser des Hebewerks© Foto: Michael Fritsch
Schlagworte Castrop-Rauxel

Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation

Entstanden ist ein breit gefächertes Spektrum an zeitgenössischen Positionen, die die Künstler eigens für diesen Ort und diesen Titel geschaffen haben – in Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation.

Das reicht von einem unübersehbaren Haufen gefalteter Papierschiffe mit dem Titel „zu wasser – 104“ von Beate Hagemann über Einmachgläser mit Kohle und Kanalwasser mit dem Titel „H2O“ von der Künstlergruppe „weltnummer4“ bis hin zu klassischer Malerei – etwa den Werken des Haltener Künstlers Peter Thomas mit dem Titel „Wasserspiegel“.

Ausstellung dauert bis August
Die Ausstellung „zu wasser“ auf der Ostara am Oberwasser des Dortmund-Ems-Kanals geht bis zum 23. August und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Es wird kein gesonderter Eintritt erhoben. Die offizielle Vernissage beginnt am Freitag, 8. Mai, um 18.30 Uhr.

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