Kulinarischen Literaturabende im Café-Restaurant „Residenz“

CASTROP-RAUXEL Zu kulinarischen Köstlichkeiten meisterlich rezitierte Literatur mit großem Unterhaltungswert - das ist die Idee der kulinarischen Literaturabende im Café-Restaurant „Residenz“. Auch im neuen Jahr setzt Konditormeister Hans-Joachim Schmale-Baars die monatliche Reihe fort und rät frühzeitig dazu, sich Karten zu reservieren.

04.01.2009, 15:09 Uhr / Lesedauer: 4 min
Uta Rotermund liest Antoine de Saint-Exupéry

Uta Rotermund liest Antoine de Saint-Exupéry

Die Auftritte der Künstler erfolgen stets im kleinen exklusiven Kreis vor maximal 40 Gästen. So war die erste Veranstaltungsstaffel im vergangenen Jahr stets im Nu ausverkauft. Das Programm für die erste Hälfte 2009 steht inzwischen fest. Den Auftakt macht der Schauspieler Martin Bross, der bereits an zahlreichen Bühnen engagiert war, u.a. in Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Bonn, Hamburg und Mülheim. Er spielte zudem in verschiedenen Fernseh-, und Kinoproduktionen. Das gesamte Programm im Überblick: Donnerstag, 15. Januar, 19 Uhr„Das verräterische Herz“ und andere wohlige Schauer Martin Bross liest und spielt Edgar Allan Poe Anfang der 80er saß Martin Bross sonntags vor dem Schwarz-Weiß-Fernseher seiner Eltern und schaute sich in der Matinee die Poe-Verfilmungen von Roger Corman an, u.a. den „Goldkäfer“ und das „Verräterische Herz“. Als er aber damals in die Stadtbücherei lief, um den Ursprung dieser atmosphärischen Geschichten zu erfahren, sagte man ihm er sei noch zu jung, um Poe zu verstehen - ein Ansporn bis heute. Mit Poe verbinden wir alle etwas Geheimnisvolles, eine Atmosphäre, die einem die Haare zu Berge stehen läßt, aber zuminderst doch wohlige Schauer, die Bross trefflich zu inszenieren weiß. Der Schauspieler Martin Bross war bereits an diversen Bühnen engagiert, u.a. in Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Bonn, Hamburg und Mülheim. Er spielte zudem in verschiedenen Fernseh-, und Kinoproduktionen. Als Sprecher in Hörspielen und Features tritt er für den WDR und andere Rundfunkanstalten auf.

Donnerstag, 5. Februar, 19 Uhr „Der kleine Prinz“ Uta Rotermund liest Antoine de Saint-Exupéry Die Erzählung vom kleinen Prinzen zählt zur Weltliteratur. Das kleine Wesen von einem anderen Stern, auf der Flucht vor der Liebe, auf der Suche nach Freunden, auf der Suche nach Antwort, Sinn und Trost. „Der kleine Prinz“ ist zum Symbol geworden. Ein Suchender, der erkennt, daß nur die Rückkehr zur Liebe eine Antwort auf alle wesentlichen Fragen geben kann. „Da sitzt diese begnadete Spötterin und ist ganz Herz. Sie, die als Kabarettistin stets Chefin im Ring ist, tritt mit leiser Verbeugung hinter die Figuren zurück und leiht ihnen ihre Stimme. Unsentimental und doch voller Gefühl zeigt sich hier die exzellente Schauspielerin Uta Rotermund. Die Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin Uta Rotermund lebt in Dortmund. Einem Millionenpublikum wurde sie in den 90er Jahren durch ihre satirische Figur der Dr. Irmgard Töbel-Schleierkraut in der TV-Sendung „liebe sünde“ bekannt. Für den WDR-Hörfunk hob sie 1991 die Kindersendung „Lilipuz“ mit aus der Taufe. 10 Jahre arbeitete Uta Rotermund als Journalistin und Moderatorin für die gesamte ARD sowie für diverse Zeitungen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Kabarettistin veröffentlichte sie als Autorin mehrere Kurzgeschichten. Für ihre Arbeit wurde sie bereits mit verschiedenen Auszeichnungen bedacht.

Donnerstag, 5. März, 19 Uhr „Sach mich ma wat Nettes!“ Monologe von Else Stratmann & Co. Ein (r)uhr-komisches Hörvergnügen mit Sabine Paas Wissen Sie noch damals, als es nur drei Fernsehprogramme und einen Sendeschluss mit Testbild gab? Keine Comedy überschwemmte damals die Fernsehsender - und trotzdem wurde gelacht: Else Stratmann, die schnoddrige Metzgersgattin aus Wanne-Eickel kommentierte ein Jahrzehnt lang die Weltlage aus Kleinbürgersicht. Adolf Tegtmeier kam von Hölzken auf Stöcksken, wenn er als Botschafter des Ruhrgebiets über das Leben der kleinen Leute philosophierte. Und beide taten dies in bestem „Ruhrdeutsch“. Sabine Paas läßt die Ikonen des Ruhrgebietshumors unter dem Motto „Sach mich ma wat Nettes“ noch einmal zu Wort kommen - und dabei wird nicht nur über die Oma, Fleischwurst und Dallas gesprochen sondern auch über Goethe, Luther und Einstein… „Sabine Paas liest, als lebe sie die Geschichten, als verwandle sie die Bühne zu den Schauplätzen der Erzählungen“ (Tagespost, Speyer). Die in Köln lebende Theaterwissenschaftlerin und Schauspielerin gründete 1999 das Vorlese- und Rezitationstheater „Lesen und Lauschen“.

Donnerstag, 2. April, 19 Uhr Sisi - Leben und Mythos der Herzenskaiserin Lesung mit Tirzah Haase Elisabeth von Österreich, genannt Sisi, wurde als schönste Frau ihrer Zeit gefeiert und als Exzentrikerin kritisiert. Sie verwirklichte sich selbst, allen Unkenrufen zum Trotz. Sisi unterstützte die politischen Interessen Ungarns innerhalb der k. u. k. Monarchie, sie war gebildet, belesen und strebte nach ewiger Jugend. Damit entsprach sie unserem Bild der modernen Frau, aber auch seinen negativen Facetten: Depressionen, Magersucht, Fitnesswahn und Schönheitskult. Dieser Abend beleuchtet die Höhen und Tiefen im Leben der Kaiserin. Er versucht aber auch eine Annäherung an den Menschen Elisabeth. Tirzah Haase rezitiert u.a. biographische Texte, Gedichte, Filmsequenzen u.s.w. Die Schauspielerin und Sängerin Tirzah Haase lebt in Dortmund. Feste Engagements führten sie in der Vergangenheit u.a. nach Hamburg (Thalia-Theater), Trier und Bremen. Seit 1987 ist sie als Sprecherin beim WDR tätig, daneben war sie in einigen Fernsehrollen zu sehen, erhielt mehrere Musical-Engagements und hat sich als Jazzsängerin einen Namen gemacht.

Donnerstag, 7. Mai, 19 Uhr „Wir sind nicht zum Vergnügen hier!“ Szenen, Sketche, Überraschungen Der neue Kishon-Abend mit Kriszti Kiss Nach dem Erfolg des ersten Programmes mit Humoresken, Satiren und autobiographischen Notizen ihres Landsmannes Ephraim Kishon schnürte die - wie Kishon in Budapest gebürtige - Schauspielerin, Kabarettistin und Chanson-Sängerin Kriszti Kiss ein neues literarisch-szenisches Paket, in dem sie den großen Satiriker mit humorvollen Geschichten und hintergründigen Gedankenspielen zu Wort kommen läßt. Und wieder stehen die kleinen menschlichen Schwächen und skurrile Alltagssituationen im Mittelpunkt des überaus unterhaltsamen Abends, denn: „Der Beruf des Humoristen hat ja mit dem des Schwindlers vieles gemeinsam. Beide leben von der menschlichen Dummheit; beide machen sich die Schwächen der Bürokratie zunutze, spekulieren auf häuslichen Zwist, auf Eitelkeit und Heuchelei. - Ich notiere einfach die Wahrheit. Das ist so komisch, daß die ganze Welt darüber lacht“ (Kishon). Also, Einspruch Euer Ehren! Wir sind zum Vergnügen hier! Kriszti Kiss erhielt ihr Diplom an der renommierten Staatlichen Hochschule für Schauspielkünste in Budapest. Sie lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Dortmund und arbeitet seither als Schauspielerin an vielen namhaften Bühnen, in freien Produktionen sowie als Kabarettistin und Chansonsängerin.

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