Feuerwehr

Kurioser Feuerwehr-Einsatz: Junge steckt in Toilettenring fest

WC-Sitzringe sollen kleinen Kindern helfen, auf der Toilette Platz nehmen zu können. Ein kleiner Junge aus Castrop-Rauxel zog sich den Ring aber über den Kopf. Die Feuerwehr musste anrücken.

Was den dreijährigen Jungen aus Henrichenburg bewogen hat, das weiß er wohl nur selbst ganz genau. In jedem Fall hat er sich seine Toilettensitzhilfe am Sonntagmorgen (12.9.) über den Kopf gezogen, statt auf ihr Platz zu nehmen.

Laut Feuerwehr hatte die Mutter wohl schon „geraume Zeit“ versucht, ihren Sohn zu befreien. Vergeblich. Immer seien die Ohren des kleinen Mannes im Weg gewesen. Schließlich rief sie die Feuerwehr. Ohne Einsatzsignal düste diese zur Henrichenburger Straße, sagt Einsatzleiter Michael Platte auf Anfrage. Platte: „Es war schon klar, dass der Junge in keiner gefährlichen Situation war.“

Mama und Sohn blieben ganz ruhig

Eher in einer kuriosen: Der Ring, er war weiß mit einigen Farbtupfern versehen, hing wie eine „ominöse Halskette“ um den Hals des Kleinen, heißt es bei der Feuerwehr. Der Junge wie auch seine Mama aber sollen beide sehr ruhig geblieben sein. Der Dreijährige habe überhaupt nicht geweint oder geschrien, was viele in so einer Situation täten, sagt Platte. Er sei ganz „geduldsam“ gewesen. Das half der Feuerwehr: Letztlich konnten die Einsatzkräfte den Ring mit etwas Drehen und Ziehen wieder über den Kopf des Jungen zurückzuziehen. Die Sitzhilfe ist dabei sogar heil geblieben. „Wenn der Junge sich wieder mit ihr angefreundet hat, kann er sie weiterhin nutzen“, sagt Platte.

So kurios der Einsatz erscheint – dass Kinder sich in etwas verfangen oder in etwas stecken bleiben, ist nicht absolut selten: In Castrop-Rauxel komme es im Jahr circa fünf bis sechs Mal vor, schätzt Platte.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski