Landrat, Kreistag, Ruhrparlament – Wie haben die Castrop-Rauxeler gewählt?

Kommunalwahl 2020

Neben dem Rat und dem Bürgermeister haben die Castrop-Rauxeler auch über Landrat, RVR, Kreistag und den Integrationsrat abgestimmt. Teilweise weichen die Ergebnisse stark von denen im Kreis ab.

Castrop-Rauxel

, 14.09.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor der Wahl wurde aufwendig Werbung für das neue Ruhrparlament gemacht.

Vor der Wahl wurde aufwendig Werbung für das neue Ruhrparlament gemacht. © Max Slobodda

Angesichts der Bürgermeisterwahl und der Ratswahl gehen die andren Wahlen einer Kommunalwahl gerne unter. Die Castrop-Rauxeler konnten am Sonntag auch über den Landrat, den Kreistag und das Ruhrparlament abstimmen. Hinzu kam für einige Bürger noch die Wahl des Integrationsrates. In ihrem Abstimmunsgverhalten war Castrop-Rauxel nicht immer auf einer Linie mit dem Kreis, der sich aus zehn Städten zusammensetzt.

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Das Ruhrparlament

Das Ruhrparlament wurde in diesem Jahr zum ersten Mal von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt. Dabei unterscheiden sich die Ergebnisse in Castrop-Rauxel von denen des gesamten Kreises. In Castrop-Rauxel fährt die SPD hier einen klaren Sieg ein. 35,3 Prozent der Stimmen gingen an die Sozialdemokraten. Im Kreis gewinnt die CDU die meisten Stimmen für das neue Parlament mit 32,6 Prozent der Stimmen und liegt im Kreis damit 4 Prozent vor der SPD. Die Grünen waren im Kreis und in Castrop-Rauxel ähnlich erfolgreich was das Ruhrparlament angeht, sie holten rund 17 Prozent der Stimmen.

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Der Landrat

In Castrop-Rauxel lag der Landrats-Kandidat Michael Hübner von der SPD mit 37,3 Prozent vor seinem Kontrahenten Bodo Klimpel, der von CDU und FDP ins Rennen geschickt wurde. Klimpel holte 29,6 Prozent der Stimmen in der Europastadt.

Dr. Marco Zerwas von den Grünen war in Castrop-Rauxel ein wenig stärker als im Kreis und holte 18,3 Prozent in Castrop-Rauxel und 15,9 Prozent im Kreis Recklinghausen.

Der AfD Kandidat Steffen Chris bekamen in Castrop-Rauxel mit 6,5 Prozent anteilig etwas weniger Zustimmung als im Kreis (6,7 Prozent). Alle anderen Kandidaten blieben unter der 5-Prozent-Marke. Michael Hübner und Bodo Klimpel werden am 27.9. in der Stichwahl wieder gegeneinander antreten.

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Der Kreistag

Auch bei der Wahl des Kreistages hat der Kreis schwärzer gewählt als die Stadt Castrop-Rauxel. Im Kreis siegt die CDU mit 33,6 Prozent vor der SPD, die 30,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. In Castrop-Rauxel holte die SPD hingegen fast 10 Prozent mehr als die CDU. 36,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler entschieden sich für die Sozialdemokraten.

Die CDU konnte nur 27,2 Prozent der Stimmen einholen. AfD und Grüne liegen in Castrop-Rauxel und im Kreis bei ähnlichen Ergebnissen. Die Grünen holen im Kreis 17,1 Prozent und in der Stadt 17,3 Prozent. Die AfD erreicht 6,5 Prozent in der Stadt und 7,1 Prozent im Kreis Recklinghausen.

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Der Integrationsrat

Für die Wahl des Integrationsrates waren 12.018 Castrop-Rauxeler stimmberechtigt. Nur 1204 haben ihre Stimme abgegeben. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 10 Prozent. 85 Prozent der Stimmen entfielen dabei auf die Integrationsliste und 15 Prozent auf den Kandidaten Furkan Kilic.

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