Die Kehrmaschinen des EUV waren in den vergangenen Wochen unentwegt im Einsatz, um Laub aus den Gossen zu entfernen. Aber das gelingt nicht reibungslos an allen Stellen in der Stadt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
EUV Stadtbetrieb

Laub auf der Straße: Castrop-Rauxelerin verärgert über Kehrdienst

Laub auf den Straßen: Das müsste in Castrop-Rauxel eigentlich der Kehrdienst vom Stadtbetrieb EUV wegräumen. In Dingen bleibt das Laub aber meistens liegen, klagt eine Anwohnerin.

Bunte Bäume mit roten und gelben Blättern: Das ist es, was den Herbst so schön fürs Auge macht. Weniger schön ist es aber, wenn die Blätter als Laub zu Boden fallen und anschließend von den Autos platt gefahren werden.

Genau das passiert nach Aussagen einer Anwohnerin der Westheide in Dingen. Dort kommt der Kehrdienst des EUV oder der DSW21 nicht regelmäßig, beschwert sie sich. Mit der Folge: Das Laub bleibt auf der Straße liegen und wird von den Autos festgefahren.

„Es ist super ärgerlich“, beklagt die Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Nach Auskunft des EUV soll der Kehrdienst regulär jede Woche nach Dingen kommen. In Realität komme der Kehrdienst aber sehr unregelmäßig.

Kehrdienst zwei Wochen in Folge ausgefallen

„Er kommt wiederholt gar nicht oder einfach irgendwann“, erzählt die Anwohnerin. Anfang November sei der Dienst nach ihren Aussagen zwei Wochen in Folge nicht gekommen.

Wenn der Kehrdienst dann mal zur Westheide kommt, sei das meist nicht an einem bestimmten Tag. „Er kommt, wann er will“, sagt die Anwohnerin. Das sei für die Anwohner ein Problem: Wenn die Kehrmaschine unangekündigt komme, versperren die Autos der Bewohner oft die Straße. Der Kehrdienst müsse dann um die Autos herum kehren und könne so seine Arbeit nicht korrekt verrichten.

Die Anwohnerin wünscht sich deshalb, dass der Dienst regelmäßig an einem festen Tag kommt, damit die Bewohner ihre Autos vorher wegparken können. „Ich richte mich danach. Die Müllabfuhr hat auch feste Termine“, sagt sie.

Der EUV verteidigt auf Nachfrage, dass sich eine Kehr-Tour witterungsbedingt verschieben könne. Er räumt ein, dass es in Dingen zuletzt zu einigen Ausfällen gekommen sei. Das liege daran, dass der EUV alle Straßen im Stadtgebiet von großen Laubmengen befreien musste. Die Reinigung sei aber nachgeholt worden.

Bewohner können Laub in Containern selbst entsorgen

Damit die Anwohner ihr Laub trotzdem entsorgen können, hat der EUV im gesamten Stadtgebiet Laubcontainer bereitgestellt. Ein Container stand wochenlang auch an der Westheide in Dingen.

Nicht jeder könne es aber bewerkstelligen, sein Laub selbst bis zum Container zu bringen, klagt die Anwohnerin. „Wie soll man als alter Mensch Laub dahin bringen?“, kritisiert sie.

Besonders verärgert ist die Anwohnerin, weil sie für die Reinigung durch den EUV Gebühren zahlt. „Ich sehe es nicht ein, mein Laub selbst wegzubringen“, findet sie. „Ich bezahle dafür, dann müsste ich anteilig mein Geld zurückbekommen.“

Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht nach Aussagen des EUV aber nicht und müsste im Einzelfall geprüft werden. Maßgebend sei dabei, ob die Verkehrssicherheit durch den Ausfall des Kehrdienstes gefährdet war. EUV-Chef Michael Werner selbst sagte kürzlich noch, dass Eile bestehe: Wenn der erste Frost kommt, sollte das meiste Laub weg sein. Denn dann kommt der Winterdienst zum Einsatz…

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