Lebensgefahr: Mann in Ickern von Gerüst gestürzt

Auf einer Baustelle

Bei Arbeiten am Stauraumkanal an der Waldenburger Straße in Castrop-Rauxel ist am Mittwoch ein Arbeiter von einem Gerüst in den Schacht gestürzt und hat sich dabei lebensgefährlich verletzt. Was zum Unfall geführt hat ist derzeit noch unklar. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt.

ICKERN

, 22.06.2017, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lebensgefahr: Mann in Ickern von Gerüst gestürzt

In einen dieser Bohrschächte stürzte der Mann und verletzte sich lebensgefährlich.

Beim Abbau eines Gerüsts innerhalb des Bohrschachts verlor der Mann am Mittwochmittag den Halt und stürzte in die Tiefe – wie tief, das kann die Emschergenossenschaft noch nicht sagen. „Das Gerüst selbst ist nicht komplett eingezäunt, sodass die Arbeiter dort nicht immer komplett gesichert sind“, sagte Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft, auf Anfrage dieser Redaktion.

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Drei Ursachen möglich

Mit einem Hubschrauber und mehreren Wagen rückte der Rettungsdienst an, um den schwer verletzten Mann in ein Krankenhaus zu bringen. „Nach unseren Informationen schwebte der Mann in Lebensgefahr“, bestätigte Polizeisprecherin Ramona Hörst. Wie der aktuelle Zustand des Verletzten ist, ist hingegen nicht klar.

Aber wie kann sich ein solcher Unfall überhaupt ereignen? „Das gilt es jetzt herauszufinden, damit das nicht noch einmal passiert“, so Abawi. Aus seiner Sicht gibt es drei mögliche Ursachen: Einerseits könnte es Probleme mit dem Gerüst gegeben haben, sodass der Mann den Halt verlor. Andererseits sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszuschließen, dass der Bauarbeiter einen Fehler gemacht habe. Eine dritte Möglichkeit ist, dass die Emschergenossenschaft den Beauftragten Subunternehmer in die Verantwortung zieht.

Augenzeugen werden befragt

Eine Untersuchung führt in den kommenden Tagen das Amt für Arbeitsschutz durch, das unter anderem die Augenzeugen dazu befragt. Dabei handele es sich allerdings um einen üblichen Vorgang bei solchen Unfällen.

Ähnliche Vorfälle habe es im Stauraumkanal an der Waldenburgerstraße bislang noch nicht gegeben, bestätigte Abawi. An anderen Stellen, an denen an der Emscher gearbeitet wird, hingegen schon. Im Bereich des Abwasserkanals Emscher, zwischen Bottrop und Oberhausen, habe es drei Schwerverletzte gegeben. „Das sind große Baustellen mit großen Geräten, da kommen leider solche Unfälle vor“, so Abawi.

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