Leichtsinn am Bahnübergang Deininghauser Weg

Schranken missachtet

Der grobe Leichtsinn, mit dem einige Auto- und Fahrradfahrer die geschlossenen Schranken am Bahnübergang Deininghausen ignorieren, ärgert nicht nur Melanie Richter. Nach ihrem Beitrag auf Facebook entbrannte eine Diskussion über das seit langem bekannte Ärgernis am Bahnübergang. Und es gibt einen weiteren Kritikpunkt.

CASTROP-RAUXEL

von Matthias Stachelhaus

, 13.10.2016, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Foto, gepostet von der Altenpflegehelferin Melanie Richter, brachte die Diskussion ins Rollen. „Ich muss den Bahnübergang am Deininghauser Weg zweimal am Tag überqueren und immer wieder sehe ich Fahrradfahrer und auch Autos, die den Übergang trotz geschlossener Schranken passieren“, berichtet sie.

Verständnis für dieses lebensgefährliche Verhalten hat sie nicht. Schon ihr Fahrlehrer ermahnte sie immer wieder: „Wenn an Bahnübergängen ein Signallicht angeht, bleib einfach direkt stehen.“

Immer wieder Verstöße

Die Beschrankung am Deininghauser Weg ist ein Paradebeispiel dafür, warum es immer wieder zu Verstößen kommt. Alleine im Verlaufe des 25-minütigen Pressetermins senkten sich die Schranken ungefähr sechsmal, um dem kreuzenden Bahnverkehr die Durchfahrt zu gewähren.

Auf Facebook berichten Teilnehmer der Diskussion in der Gruppe „Du bist Castroper, wenn...“, dass sie mitunter 15 bis 19 Minuten am Übergang standen, bis sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Solche Situationen führen natürlich in Versuchung, das Haltegebot zu ignorieren.

Laut Aussage des Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt ist eine Modernisierung des Bahnübergangs seitens der Deutschen Bahn geplant.

Wann diese Maßnahme umgesetzt wird oder wie sie konkret aussehen soll, konnte die Pressestelle der Bahn kurzfristig nicht beantworten.

Melanie Richter hat auf jeden Fall Vorschläge. Man könne die Schranken beidseitig so anbringen, dass ein Umgehen der Sperrung mit Auto oder Fahrrad nicht mehr möglich ist, meint sie und fügt hinzu: „Ein besseres Zeitmanagement bei den Standzeiten wäre ebenfalls wünschenswert.“

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