Lisa Meier fliegt für die Förderung der katholischen Kirche bis nach Mittelamerika

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Am 22. Januar beginnt in Panama der Weltjugendtag. Die Castroper Lisa Meier und Philipp Wilke fliegen nach Mittelamerika. Sie wollen der katholischen Kirche helfen. Aber wie?

Castrop

, 12.01.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine von einer Million: Die 26-jährige Castroperin Lisa Meier fliegt am Sonntagmorgen nach Mittelamerika, um dort am Weltjugendtag teilzunehmen. Zuerst geht es nach Costa Rica, dann zum offiziellen Teil der Veranstaltungstage nach Panama. Dort werden offiziell etwa 300.000 Menschen erwartet. Die tatsächlichen Teilnehmerzahlen bei den Weltjugendtagen übersteigen die Daueranmeldungen aber regelmäßig um ein Vielfaches, da eine Anmeldung nicht bindend ist, um an den Veranstaltungen teilzunehmen. „Vor drei Jahren in Krakau waren über eine Million Menschen bei der Vigil-Feier“, so Lisa Meier.

Bei der Vigil-Feier treffen sich alle Teilnehmer auf einem Platz, wo dann das gemeinsame Abendgebet ansteht. Nach einer Übernachtung auf dem Platz begehen die Teilnehmer gemeinsam mit Papst Franziskus den Abschlussgottesdienst. Insgesamt sprach man von über 3 Millionen Teilnehmern in Krakau.

Lisa Meier bringt ihre eigenen Erfahrungen ein

In Panama herrscht optimales Wetter für eine Übernachtung im Freien: Aktuell schwanken dort die Temperaturen zwischen 33 Grad am Tag und 22 Grad in der Nacht. Problematisch ist vielleicht höchstens die hohe Luftfeuchtigkeit. Lisa Meier ist allerdings darauf vorbereitet, denn vor sieben Jahren arbeitete die Castroperin schon ein Jahr lang als Missionarin in Chile. „Die Erfahrungen sind auch für die Packliste wichtig. Denn auf dieser stehen viele Dinge, die man nicht zwingend braucht“, so die 26-Jährige, die eigentlich als Sozialpädagogin in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet. Ebenfalls ein Vorteil: Lisa Meier spricht fließend spanisch. „Ich werde wohl häufig die Dolmetscherin spielen“, sagt sie mit einem Lächeln.

Gemeinsam mit fast 150 weiteren Teilnehmern aus dem Erzbistum Paderborn brechen Lisa Meier und ihr Freund Philipp Wilke (28) am Sonntagmorgen nach Costa Rica auf. Dort besuchen sie zunächst verschiedene Kolpingprojekte, ehe sie vom 17. bis 20 Januar in Gastfamilien untergebracht sind und an den Tagen der Begegnung teilnehmen. Anschließend geht es mit dem Bus nach Panama City. Insgesamt drei Wochen lang ist das Duo in Mittelamerika unterwegs.

Lisa Meier fliegt für die Förderung der katholischen Kirche bis nach Mittelamerika

Auch eine Fahne der Stadt Castrop-Rauxel hat Lisa Meier im Gepäck. Und ein T-Shirt mit dem Logo des Weltjugendtags, ein Geschenk von ihrer Mutter Andrea. © Marcel Witte

Um den Einheimischen ihre Heimat näher zu bringen, hat Lisa Meier einige Souvenirs aus Castrop-Rauxel im Gepäck. „Von der Stadt habe ich eine Fahne und einen Wimpel bekommen. Dazu habe ich einige kleinere Dinge wie beispielsweise Postkarten dabei - und Castroper Bier“, so Meier. Das Bier wolle sie ihrer Gastfamilie als Geschenk überreichen.

Doch nicht alle Souvenirs werden bereits in Costa Rica verteilt. Für den Weltjugendtag muss Lisa Meier ebenfalls einige Dinge parat haben. Denn dort gibt es unter den Teilnehmern eine Tauschkultur. „2016 in Krakau habe ich passenderweise ein Armband aus Panama bekommen“, sagt sie, „das ist der Spirit hinter den Weltjugendtagen. Die Teilnehmer kommen so in den Austausch und man merkt: Die Kirche lebt noch.“

Die Weltjugendtage als Motivation

Das sei einer der Hauptgründe, warum Lisa Meier zum Weltjugendtag fliegen möchte. „Man braucht es nicht zu beschönigen: Die katholische Kirche ist auf einem absteigenden Ast. Aber gerade diese Tage in Panama werden vielen bei ihrer Kirchenarbeit eine neue Motivation geben“, so Lisa Meier.

Deshalb sagt auch Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder vom Erzbistum Paderborn: „Ich persönlich bin davon überzeugt, dass der Weltjugendtag für die Jugendlichen eine Kraftquelle für ihren Glauben sind wird. Die Erfahrungen werden die jungen Menschen verändern.“

Erklärung

Das sind die Weltjugendtage

Weltjugendtage sind internationale Jugendtreffen der römisch-katholischen Kirche. Ihren Ursprung haben die Treffen in einer Initiative von Papst Johannes Paul II., der 1984 zum „Internationalen Jubiläum der Jugend“ nach Rom einlud. Bisher gab es zwölf internationale Weltjugendtage. Der Weltjugendtag 2019 soll unter dem Motto „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ stehen.
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