Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

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Die Castrop-Rauxeler Lisa Meier und Philipp Wilke sind zum Weltjugendtag nach Panama gereist. Dort trafen sie den Papst und knüpften Freundschaften. Das sind die besten Bilder ihrer Reise.

Castrop-Rauxel

, 13.02.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 4 min

Drei Wochen verbrachten Lisa Meier und Philipp Wilke in Mittelamerika. Zunächst in Costa Rica bei den Tagen der Begegnung, dann in Panama zum Weltjugendtag der katholischen Kirche. Mit mehreren tausend Menschen verbrachten sie sogar die Nacht auf einem großen Feld. Anhand vieler Bilder ihrer Reise erklärt Lisa Meier, was das Castrop-Rauxeler Duo beim Weltjugendtag erlebt hat.

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

Lisa Meier: „Man kann wunderbar die Castrop-Rauxel-Flagge sehen, die natürlich ganz oben im Gepäck lag. Auf dem Bild sind wir nach 24 Stunden Anreise mit der Flagge vor dem Hotelpool zu sehen. Zunächst stand nur Ankommen und Erholen auf dem Plan mit einem kleinen Impuls, einem Gottesdienst, am Morgen.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Eine malerische Kulisse am Strand in Jaco in Costa Rica, wo wir die ersten drei Tage verbracht haben. Man sieht die gesamte Gruppe aus dem Bistum Paderborn. Hinten rechts übrigens die Flagge der Soester, deswegen mussten wir ab dem Tag mit der Dortmunder Flagge dagegen halten (lacht). Die ganze Gruppe von 120 Leuten war kurz vor dem Aufbruch in die Gastfamilien. Da mussten wir uns von dem schönen Strand verabschieden.“

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© Lisa Meier

„Nach 12 Stunden Fahrt, da der Bus nicht schneller fahren konnte als 60 km/h, sind wir relativ spät in der Gastgemeinde angekommen, wo die Kirche geschmückt war. Draußen vor der Kirche herrschte eine tolle Stimmung, die Messe mit dem Erzbischof war brechend voll. Wir haben unseren besten Mann mit der Fahne vorausgeschickt, der schon einmal angekündigt hat, dass wir da waren.“

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© Lisa Meier

„Leider waren wir nur vier Tagen bei den Gastfamilien untergebracht in San Isidro. Man merkt eigentlich erst, wie schön und intensiv die Tage waren, wenn man nach vier Tagen beim Abschied merkt, dass einem die Tränen in die Augen schießen. Ich habe mich an die Herzlichkeit, die dort geherrscht hat, schnell gewöhnt - eigentlich wäre ich gerne noch länger geblieben.“

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© Lisa Meier

„Der Papst kommt an! Der Tag, der von uns allen erwartet wurde. Wir haben uns irgendwo an den Straßenrand geschlichen, wo der Zaun noch frei war. Kaum als wir angekommen waren, haben uns vier, fünf Einheimische gefragt, wo wir herkommen und ob wir nicht gemeinsam auf den Papst warten wollen.

Die ältere Dame auf dem Bild (vorne, 3.v.r.) ist 94 Jahre alt und sagte: ‚Ich wohne hier direkt um die Ecke. Ich hätte nie gedacht, dass der Papst bei mir vor der Haustür vorbeifährt. Jetzt habe ich alles erlebt und kann sterben.‘ Daran kann man sehen, wie viel den Menschen der Besuch des Papstes bedeutet.“

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© Lisa Meier

„Live aus dem Getümmel: Bei Philipp kann man es ganz gut sehen: Man hat mit allem versucht, sich abzudecken, um sich gegen die Hitze zu schützen bei dauerhaft 33 Grad. Die Messe war meistens nachmittags gegen 16 Uhr, das heißt die Sonne brannte ordentlich. Aber wir waren mittendrin.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Man erkennt ganz gut, wie viele Menschen vor Ort waren. Jeder war mit den Flaggen seines Landes dabei, die mit Angelruten oder zusammengebastelten Stöckern hochgehalten wurden, um zu zeigen: Wir sind da. Man sieht im Hintergrund die Skyline von Panama City und es war ein wahnsinniges Gefühl, zwischen dieser großen Stadt und dem Meer auf die Messe mit dem Papst zu warten.“

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© Lisa Meier

„Inmitten vieler junger Menschen aus aller Herren Länder, hier zum Beispiel aus Hawaii, haben wir gemeinsam den Eröffnungsgottesdienst mit dem Papst verfolgt. Wir haben gemeinsam die Messen gefeiert, uns ausgetauscht, Kontakte geknüpft - und das wirklich in alle möglichen Länder wie eben Hawaii, Mexiko oder auch Brasilien. Man brauchte nur nach links oder rechts schauen und war so multikulturell unterwegs - das ist einfach bezeichnend für den Weltjugendtag und wirklich sehr schön.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Im Vorfeld hatten wir versucht, etwas abzusprechen, also dass sich Franziska Donay und ich uns treffen, aber das hat nicht geklappt. Aber wie es der Zufall so wollte, ist es uns zwei Mal dennoch gelungen, dass wir uns inmitten von vielen tausend Menschen getroffen haben. Da wir eine Gemeinsamkeit haben, neben der Liebe zu Lateinamerika, nämlich dass Castrop-Rauxel unsere Heimat ist, haben wir bei jeder Gelegenheit die Flagge zusammen hochgehalten.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Wir saßen beim Abschlussgottesdienst mit dem Papst im Bereich A, also relativ nah zur Bühne, nichtsdestotrotz waren die Akteure auf der Bühne aus unserer Sicht nicht größer als ein Streichholz. Es war trotzdem ganz angenehm und man sieht auf dem Bild, dass wir links von uns eine Leinwand hatten, auf der wir das Geschehen verfolgen konnten. Auch wenn es eigentlich mehr um das Hören und Fühlen ging.“

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© Lisa Meier

„Man pilgert morgens mit Sack und Pack los zu dem Gelände, wo der Abschlussgottesdienst stattfindet, und richtet sich häuslich ein auf dem Feld, wo man 24 Stunden verbringt. Man muss sich die Zeit bis zum Gottesdienst irgendwie vertreiben und guckt, dass man sich einigermaßen gemütlich hinlegen kann. Es ist zudem einfach toll, sich mit den verschiedensten Menschen unterhalten zu können. Auch wenn die Sprache nicht immer die gleiche ist, gelingt es einem trotzdem, sich zu verständigen.“

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© Lisa Meier

„Eine tolle Kulisse beim Sonnenuntergang. Wir wollten eigentlich nur auf die andere Seite der Straße, aber sind nicht rüber gekommen, sondern mussten warten, bis der Papst vorbeigefahren war. Wir standen aber relativ gut und wir konnten gute Fotos schießen, wie er quasi aus dem Sonnenuntergang angefahren kam - sehr ergreifend.“

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© Lisa Meier

„Die Sonne war untergegangen, die Virgil-Feier in vollem Gange. Die Virgil-Feier ist meistens das stimmungsvollste Ereignis des Weltjugendtags, weil im Dunkeln zusammen gesungen und gebetet wird. Es klingt sehr plakativ, aber es war wirklich sehr schön. Eigentlich muss man sich davon berühren lassen und das fühlen. Gerade der Papst ist jemand, der gute Worte findet und die sehr sympathisch und charismatisch rüberbringen kann.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Da ist er noch einmal, der Hauptakteur an diesem Wochenende. Dadurch, dass wir die Nacht nicht direkt auf dem Feld verbracht, sondern uns mit unseren Matten auf den Asphalt gelegt hatten, waren wir am nächsten Morgen gut platziert und konnten als Äquivalent zum Sonnenuntergang auch noch einmal den Papst im Sonnenaufgang knipsen. Die Panama-Flagge im Hintergrund ist gut getroffen. Ich glaube, da hat es einer gut gemeint in dem Moment, in dem ich den Auslöser gedrückt habe.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Wir wollten natürlich inmitten aller Flaggen - aus Ländern übrigens - eine Flagge aus der Stadt Castrop-Rauxel hochhalten. Darüber sieht man die offizielle Flagge des Weltjugendtags. Es wurde geschwenkt, was das Zeug hält. Das untermalt die Stimmung, die vorherrscht, also dass jeder alles gibt, auch am nächsten Morgen um 8 Uhr bei 29 Grad, die eigene Flagge hochzuhalten.“

Lisa Meiers beste Bilder vom Weltjugendtag: „Es war Gänsehaut pur“

© Lisa Meier

„Die ungeschönte Wahrheit - wir sitzen am Flughafen in Panama-Stadt und warten auf den Rückflug. Klar lache ich und freue mich auf mein Zuhause, aber es waren drei sehr schöne Wochen, für ich jetzt noch gar nicht die richtigen Worte finden kann. Es war Gänsehaut pur, mit vielen internationalen Begegnungen. Freundschaften wurden geknüpft. Ich hoffe, dass die Kontakte nachhaltig sind, aber auch das Erlebte und dass man das gut in die Heimat transportierten kann. Ich kann nur ganz herzlich dazu einladen: 2022 geht es nach Lissabon, macht euch auf den Weg!“

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