Lunastraße soll komplett zur Einbahnstraße werden

Gefährliche Situation

Oft gibt es an Schulen ein Verkehrschaos: Viele Autos sind auf der Suche nach einem Parkplatz oder halten kurz, um Kinder abzusetzen. Am Ernst-Barlach-Gymnasium Castrop-Rauxel an der Lunastraße kommt noch ein weiteres Problem hinzu: Viele Fahrer halten sich nicht an die Einbahnstraßen-Regelung. Die soll daher verschärft werden.

CASTROP-RAUXEL

, 02.06.2017, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwischen Bahnhofstraße und Orionstraße darf die Lunastraße in beiden Richtungen befahren werden.

Zwischen Bahnhofstraße und Orionstraße darf die Lunastraße in beiden Richtungen befahren werden.

SPD-Ratsfrau und Anliegerin Waltraud Stroewer beklagte jetzt im Betriebsausschuss 1: „Wir haben da ja seit 2012 ab Einmündung Orionstraße die Einbahnstraßenregelung bis zur Pallasstraße. Das Problem ist aber, dass sich daran fast niemand hält.“

Massive Beschwerden durch Polizei und Schulleitung

Zur Erinnerung: Im April 2012 hatte man sich nach massiven Beschwerden von Polizei und EBG-Schulleitung dazu entschlossen, vor der Schule Lunastraße zur Einbahnstraße zu machen. Trotz eindeutiger Beschilderung hatten damals Eltern immer wieder mit ihren Autors direkt vor der Schule angehalten, um ihre Kinder ein- oder aussteigen zu lassen. Die vielen rangierenden Autos ließen keinen Begegnungsverkehr mehr zu. So mussten die Schüler zwischen haltenden und rangierenden Fahrzeugen die Straße überqueren und gerieten dabei in große Gefahr. Darum hatte die Stadt damals zunächst für eine Probephase die neue Verkehrsregelung eingeführt. „Sollte sich die neue Verkehrsführung bewähren, wird die Einbahnregelung dauerhaft beibehalten“, hieß es am 19. April 2012 aus dem städtischen Bereich Ordnungswesen.

 

Bis zu 60 Autos am Tag fahren falsch durch die Lunastraße

Doch gelöst hat sich das Problem dadurch laut Waltraud Stroewer bis heute nicht. „An die Einbahnregelung halten sich nämlich alle möglichen Leute nicht. Wir Anwohner haben schon Strichlisten geführt und sind auf bis zu 60 Autos am Tag gekommen, die entgegen der Fahrtrichtung wieder aus der Straße herausfahren.“ Das dürfe so nicht bleiben, „wir können doch nicht warten, bis tatsächlich mal ein Kind totgefahren wird“, sagte sie in Richtung Verwaltung. Ihr Lösungs-Ansatz: Die gesamte Lunastraße zur Einbahnstraße zu machen, damit keine Unklarheiten aufkommen können.

Nur Polizei-Dauereinsätze würden noch helfen

Dezernent Michael Eckhardt, der selbst das eine oder andere Mal seinen Sohn dort zur Schule bringt, kennt das Problem: „Ich habe den Eindruck, dass die Autofahrer die Situation einfach nicht erkennen und darum wieder falsch in die Einbahnstraße zurückfahren.“ Und auch Ordnungsamts-Mitarbeiter Achim Waldert gestand: „An der Lunastraße sind wir tatsächlich mit unserem Latein am Ende. Wir haben da drei Einbahnstraßen-Schilder aufgestellt, eins der Schilder sogar noch mit einer größeren weißen Fläche hinterlegt, um es besser kenntlich zu machen. Aber all das nutzt nichts. Da würden wahrscheinlich nur Polizei-Dauereinsätze helfen.“

Gesamte Lunastraße zur Einbahnstraße machen 

Das kann allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss sein und so bekam die Verwaltung schließlich den Auftrag mit, tatsächlich zu prüfen, ob man die gesamte Lunastraße zur Einbahnstraße machen kann. „Die Anwohner wären echt dankbar und würden die zusätzlichen Wege gern in Kauf nehmen“, so Waltraud Stroewer zum Schluss.

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