Lutz van Dijk schockiert mit Berichten aus Südafrika

Janusz-Korczak-Gesamtschule

In der Janusz-Korczak-Gesamtschule sprach Lutz van Dijk über schockierende Details über das Leben in Südafrika. Der Vorname des Schriftstellers bedeutet Licht, sein Titelheld namens Themba steht in der Xhosa-Sprache für Hoffnung. Zwei Begriffe, die in auffälligem Gegensatz zu den südafrikanischen Realitäten stehen.

CASTROP-RAUXEL

von Von: Michael Fritsch

, 28.08.2012, 15:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Autor Lutz van Dijk mit seinem Roman Themba am Dienstag Morgen im Forum der JKG.

Autor Lutz van Dijk mit seinem Roman Themba am Dienstag Morgen im Forum der JKG.

In seinem Buch "Themba" macht er die Realität in Südafrika zum Thema. Es ist die Geschichte eines als Folge einer Vergewaltigung mit dem HIV-Virus angesteckten Jugendlichen, die van Dijk nach einer wahren Begebenheit erzählt hat. Im vergangenen Schuljahr hatten die achten Klassen der Janusz-Korczak-Gesamtschule das Buch gelesen. Zum Teil haben sich auch die Verfilmung aus dem Jahr 2010 gesehen. Am Dienstag erfuhren die inzwischen Neuntklässler aus erster Hand zusätzliche Details des Autors. 

Das Thema Aids ist in Südafrika allgegenwärtig, wie die Jugendlichen erfuhren. Früher habe man das Wort wie einen Fluch nicht ausgesprochen, doch seien die Zeiten gottseidank vorbei. „Zehn Prozent aller Mädchen und Jungen in eurem Alter sind mit dem Virus infiziert“, klärte van Dijk seine jungen Zuhörer auf. Übertragen wird die Krankheit über Blut und Sperma häufig über ungeschützten Geschlechtsverkehr, der allerdings, wie van Dijk weiter berichtete, in vielen Fällen – wie auch bei Themba – erzwungen wurde. Allerdings könnten infizierte Mütter auch auf ihre Babys übertragen, wenn sie unwissend sind und nicht die entsprechenden Medikamente einnehmen.

 Noch realitätsnäher, da unter eigenem Namen verfasst, ist ein Buch von Mbu Malowi, das van Dijk unter dem Titel „Niemand wird mich töten“ ins Deutsche übersetzt und gestern vorgestellt hat. Beschrieben wird das Schicksal eines mit Malowi befreundeten Straßenkindes, das 2010 „einfach so“ erstochen wurde. Sichtlich beeindruckt waren die JKG-Schüler von den Schilderungen.

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