Medical Park Ruhr fasst immer besser Fuß

CASTROP-RAUXEL Der Medical Park Ruhr zog beim Tag der offenen Tür am Europaplatz eine Jahresbilanz. 500 Besucher zeigten großes Interesse am medizinischen Angebot und der Architektur. Erste Krankenkassen sind bereits eingestiegen.

von Von Christoph Witte

, 14.07.2008, 12:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es waren nicht annähernd so viele Gäste wie bei der Eröffnung vor einem Jahr. „Damals hatten wir 5000 Besucher, das war schon kaum noch zu bewältigen. Diesmal sind es vielleicht 500“, schätzte Marketingleiter Dens Vallomtharayil.

Am Sonntag hatte der Medical Park Ruhr am Europaplatz zum Tag der offenen Tür geladen. In Zehner-Grüppchen wurden die Gäste durch das Haus geführt. „Besonders großes Interesse zeigen die Leute am Restaurant, am Hotel und an der Architektur des Hauses“, sagte Geschäftsführer Thomas Vallomtharayil.

Seniorenresidenz wird immer beliebter

„Immerhin sind hier drinnen 170 Tonnen Sandsteinplatten verarbeitet worden, in Indien von 80 Tempelbauern und Künstlern ein halbes Jahr lang gefertigt und dann nach Deutschland gebracht worden.“ Aber auch die Seniorenresidenz mit betreutem Wohnen fand regen Anklang. Dens Vallomtharayil: „Wir haben inzwischen sechs von unseren 20 Wohnungen vermietet und auch mit den ersten vier Krankenkassen haben wir Vereinbarungen getroffen.“

Soll heißen, dass Dialysepatienten, die im Medical Park Ruhr vor Ort versorgt werden können, einen finanziellen Zuschuss von ihren Kassen bekommen, wenn sie in den Medical Park Ruhr einziehen. „Wir als Gesellschaft haben 30000 Euro Fahrkosten für die Patienten im Jahr. Da ist ein Riesensparpotenzial vorhanden, allein 2600 Euro pro Patient für die Krankenkassen, wenn er hier wohnt“, rechnet Dens Vallomtharayil vor.

"Sehr froh, so etwas in einer kleinen Stadt aufgebaut zu haben"

Sein Vater Thomas zog nach einem Jahr Medical Park Ruhr ein positives Fazit: „Eigentlich sind wir sehr froh, so etwas in einer kleinen Stadt aufgebaut zu haben. Eine große Stadt wäre zwar betriebswirtschaftlich besser gewesen, aber wir leben nunmal gerne hier. Und trotz politischem Gegenwind haben wir beschlossen weiterzumachen, denn die meisten Menschen in Castrop-Rauxel machen uns Mut."

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