Mevlana-Gemeinde plant neue Moschee

Balo-Gelände auf Schwerin

Ein paar Hürden gilt es für das ehrgeizige Projekt noch zu meistern, aber die Beteiligten sind guten Mutes: In unmittelbarer Nähe des Kreisels am Neuroder Platz soll die „Glückauf-Moschee“ das neue Domizil der Mevlana-Gemeinde werden.

SCHWERIN

von Von Ilse-Marie Schehenkamp

, 23.11.2011, 20:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Moschee soll nämlich im Bestand der beiden L-förmigen Gebäude auf dem Balo-Grundstück realisiert werden. Beide stehen leer und beide will die RAG gerne verkaufen. „Ein idealer Standort“, betonen Corbaci wie Beisenherz unisono. Für die Schweriner Mevlana-Gemeinde, die mit ihren Straßenfesten fest verankert ist im Sozialgefüge des Stadtteils, bedeutet die Wunsch-Lösung, dass die wegen fehlender Sozialräume viel zu kleine Moschee an der Bodelschwingher Straße aufgegeben werden kann.

„Und die Gemeinde kommt raus dem Hinterhof-Charakter und kann sich selbstbewusst an einem zentralen Standort präsentieren“, erklärte Beisenherz. Besonderen Charme besitzt die Absicht, zum Kreisel hin ein Kulturcafé mit einer Terrasse als offenem Ort der Begegnung zu verwirklichen. Unterm Strich würden sich die räumlichen Kapazitäten verdreifachen. Laut Grobplanung würde der vormals von Balo genutzte Plattenbau den Gebetssaal aufnehmen – mit einer Fläche von über 200 Quadratmetern. Die jetzige Fläche des Gebetssaals für die 175 zahlenden Mitglieder der Gemeinde liegt bei 120 Quadratmetern. Das früher von der RAG MI genutzte Gebäude mit seinen knapp 300 Quadratmetern ist laut Corbaci ideal für die lang vermissten Sozialräume. Insgesamt ist das Areal 2870 Quadratmeter groß.

Erste Gespräche mit der DiTiB-Zentrale in Köln und einem Architekten sind geführt worden. Entscheidende Meilensteine für die Realisierung sind eine Einigung über den Kaufpreis und die Zustimmung der Gemeinde selbst. Die auch über den Namen entscheidet. Am 25. Dezember wird es deshalb eine außerordentliche Hauptversammlung geben. Die Bauvoranfrage schätzt Beisenherz als unproblematisch ein. „Wir wollen die Kirche im Dorf lassen“, erklärte Corbaci. So ein ähnlich geflügeltes Wort gibt es auch auf Türkisch.

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