Stadtentwicklung

Millionen Euro für Aufwertung eines Stadtteils: Schule wird Bürgerzentrum

Die Harkortschule soll zu einem Bürgerzentrum umgebaut werden. Das ist ein Bestandteil des Programms, mit dem der Stadtteil Merklinde attraktiver wird. Das Land fördert mit 2,8 Millionen Euro.
Die ehemalige Harkortschule in Merklinde ist zentral für die Überlegungen der Stadtteil-Aufwertung. Ein Teil wird abgerissen, der andere erhält eine neue Bestimmung. © Michael Fritsch (Archiv)

ISEK – die vier Buchstaben stehen für das Projekt Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Merklinde. Gestartet ist der Prozess bereits 2017. Jetzt steht fest: Das Land fördert das Projekt mit einem Millionen-Beitrag.

Mit Veröffentlichung des Städtebauförderprogramms NRW für das Jahr 2021 vom Landes-Heimatministerium kann die Stadt Castrop-Rauxel sicher sein: Der Stadtteil Merklinde erhält eine Förderung in Höhe von zunächst 2.806.000 Euro. Das teilt die Stadt am Montag (19.4.) mit.

Finanziert werden damit die Umnutzung der Harkortschule zu einem Bürgerzentrum mit Quartiersbüro, ein Quartiersmanagement, ein Verfügungsfonds für bewohnergetragene Projekte sowie die Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes. Weitere Ideen sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

„Stadt will Angebote aufbauen für ein lebenswertes Merklinde“

„Gezielte Maßnahmen in unseren verschiedenen Stadtteilen durchführen, Gesprächspartner und -partnerinnen für Bürger vor Ort anbieten – das soll in Castrop-Rauxel möglich sein. Umso glücklicher sind wir über die Fördersumme für das ISEK Merklinde“, lässt sich Bürgermeister Rajko Kravanja zitieren. So könne man Angebote für Bürger in ihrem Stadtteil aufbauen und „weitere Maßnahmen für ein lebenswertes Merklinde ergreifen“.

Die Förderung ist Ergebnis eines langen Prozesses, getragen vom Bürgerverein Wir sind Merklinde und der Stadtverwaltung. Seit 2017 wurde kontinuierlich unter Beteiligung vieler Akteure eine Quartiersnachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die 2020 im ISEK Merklinde mündete.

Ziel war es, so die Stadt in ihrer Mitteilung, eine schlüssige Gesamtkonzeption aufzustellen, die zur sozialen Stabilisierung und Entwicklung des Stadt- und Sozialraumes beitragen kann. Zugleich sei ein ISEK zwingende Voraussetzung für die Akquise von Fördermitteln.

Insgesamt sollen 8,5 Millionen Euro investiert werden

Insgesamt will die Stadt zusammen mit Partnern 8,5 Millionen Euro investieren, um den Stadtteil aufzuwerten. 6,4 Millionen Euro davon seien förderfähig, so die Berechnungen aus November 2020. Man erhoffe sich insgesamt 4,9 Millionen Euro Fördermittel, hieß es in der letzten Ratssitzung 2020. Der Eigenanteil der Stadt stieg zuletzt um rund 340.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro.

In den folgenden Wochen und Monaten soll nun intensiv an der Umsetzung der ersten Maßnahmen gearbeitet werden. Verschiedene Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bei der Ausgestaltung der Maßnahmen sind dabei vorgesehen.

Kontakt

  • Fragen zum Projekt können Bürger an den Bereich Stadtentwicklung richten. Per Mail an stadtentwicklung@castrop-rauxel.de.
  • Vor Ort steht der Quartierskümmerer Devrim Ozan jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr im Nebengebäude der Harkortschule, Wittener Straße 322b, bereit. Auch per E-Mail an devrim.ozan@castrop-rauxel.deoder telefonisch unter 0157 3474 5185 ist der Stadtteilkümmerer zu erreichen.