Missbrauch: Urteil gegen Castrop-Rauxeler

Übergriffe auf Minderjährige

Im Missbrauchsprozess gegen einen 23-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel hat das Dortmunder Landgericht am Freitag das Urteil gesprochen. Der Angeklagte erhielt insgesamt drei Jahre und fünf Monate Haft. Er hatte in der Verhandlung Übergriffe auf drei Kinder und Jugendliche gestanden.

CASTROP-RAUXEL/ DORTMUND

09.12.2016, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Missbrauch: Urteil gegen Castrop-Rauxeler

Das Landgericht Dortmund verurteilte einen 23-Jährigen zu drei Jahren und fünf Monaten Haft wegen Kindesmissbrauchs.

Am schwersten wog nach Ansicht der Richter der Missbrauch eines elfjährigen Jungen aus Frohlinde. Der Angeklagte hatte den Schüler in einem Online-Chat kennengelernt, wo sich der Junge wohl tatsächlich als wesentlich älter ausgab. Noch vor dem ersten Treffen in einem Waldstück in der Nähe des Elternhauses des Jungen sei ihm das wahre Alter aber bewusst gewesen, sagten die Richter in der Urteilsbegründung.

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Nach dem Missbrauch des Schülers hatte der Angeklagte mindestens zwei weitere Schüler über verschiedene soziale Netzwerke kontaktiert und zu Treffen überredet. Stellenweise zahlte er den Jungen nach den sexuellen Übergriffen sogar Geld.

Der 23-Jährige hatte im Prozess erklärt, er selbst sei im Kindesalter von seinem eigenen Bruder missbraucht worden. Die Richter gehen davon aus, dass das stimmt. Einen Einfluss auf ihr Urteil nahm dieser Umstand allerdings nicht.

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