Missbrauchsprozess: Angeklagter will Untersuchung

Verhandlung verlängert

Der vorbestrafte Sexualverbrecher, der Ende 2014 auch drei Jungen aus Castrop-Rauxel missbraucht haben soll, will sich nun doch einmal eingehend von einem Psychiater untersuchen lassen. Der Prozess vor dem Dortmunder Landgericht geht damit in die Verlängerung.

Castrop-Rauxel

15.07.2015, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zuletzt hatten die Richter dem 33-Jährigen bereits signalisiert, dass im Falle einer Verurteilung auch die Einweisung in eine psychiatrische Klinik in Betracht kommt.

Dort müsste sich der Angeklagte in einer geschlossenen Einrichtung so lange therapieren lassen, bis die Ärzte seine Freilassung für vertretbar halten. Dies könnte unter Umständen viele Jahre in Anspruch nehmen.

Mehrfach wegen Missbrauchs verurteilt

Denn dass der Angeklagte schon in der Vergangenheit Probleme hatte, seine Sexualität in legale Bahnen zu lenken, zeigen mehrere Verurteilungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Seinen eigenen Bruder brachte er dazu, Nacktfotos zu fertigen. Das Kind einer befreundeten Familie befummelte er im Bett, als er einmal in der Wohnung übernachtete.

Die aktuellen Taten will der 33-Jährige indes nicht begangen haben. Im Prozess hat er lediglich zugegeben, die drei Jungen aus Castrop-Rauxel unter falschem Namen im Internet kennengelernt und anschließend auch getroffen zu haben. Zu sexuellen Kontakten sei es jedoch nie gekommen.

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