Na-kd, Paul Hewitt, Clinique: Michelle Brewko (23) präsentiert Weltmarken bei Instagram

rnInstagram-Bloggerin

Ein Leben als Influencerin: Michelle Brewko (23) aus Castrop-Rauxel lebt ihren Traum. Sie präsentiert verschiedene Produkte bei Instagram. Doch das Netzwerk hat auch eine Schattenseite.

Obercastrop

, 15.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Bild im Sonnenuntergang, auf einem pinken Fahrrad auf einer Brücke in Amsterdam oder mit einem malerischen Hintergrund in der tschechischen Hauptstadt Prag: Das Instagram-Profil von Michelle Brewko (m.brewko) wirkt bereits auf dem ersten Blick sehr professionell.

„Let‘s explore this world together“ (deutsch: „Lasst uns diese Welt gemeinsam erkunden“) - dieses Motto fällt einem in der Profilbeschreibung ins Auge und die 23-jährige Castrop-Rauxelerin handelt auch danach. Ob Hamburg, Renesse, Venedig oder Paris - Michelle Brewko gibt ihren Followern Eindrücke von ihren Reisen.

33.000 Instagram-Follower für die Fashion-Bloggerin

Aber nicht nur das: Sie ist Fashion-Bloggerin und präsentiert Produkte von Marken wie Na-kd, Loavies, Paul Hewitt oder Paul Valentine sowie Kosmetik-Artikel von Maybelline, Clinique oder HelloBody. Über 33.000 Instagram-User folgen ihr aktuell und es werden stetig mehr.

„Vor zwei Jahren hatte ich noch etwa 800 Follower“, sagt die Obercastroperin. Doch mit dem 27. August 2017 veränderte sich die Welt von Michelle Brewko schlagartig.

Ein Bild von ihr, stehend vor einer weißen Wand und mit einem Lächeln über die rechte Schulter blickend, bekommt über 300 Likes. „Ich hatte Instagram vorher schon, aber das war mir nie so wichtig. Ich habe zwischendurch mal Fotos gepostet, wenn ich im Urlaub oder mit Freunden unterwegs war“, so Michelle Brewko, „die 300 Likes waren für mich etwas Besonderes.“

Gemeinsam mit ihrem Freund Frederik (24) aus Dortmund, der hobbymäßig gerne fotografiert und auch Spaß an der Bildbearbeitung hat, suchte sie sich neue Orte, an denen das Paar Fotos machen konnte. „Wenn wir zum Beispiel spazieren waren am Phoenix-See, haben wir die Kamera mitgenommen und nebenbei ein paar Fotos gemacht“, sagt Michelle Brewko.

Instagram ist für Michelle Brewko ein Hobby

Die Arbeit bei Instagram erfordere viel Zeit, doch die Obercastroperin stellt klar: „Ich mache so viel, wie ich möchte. Es ist nicht mein Hauptberuf, ich arbeite Vollzeit als Erzieherin. Instagram ist mein Nebengewerbe und ich opfere dafür meine Freizeit. Es ist mein Hobby.“

Ein Hobby mit angenehmen Nebeneffekten: Die Followerzahlen stiegen weiter und erste Firmen kamen auf die heute 23-Jährige zu. „Zum Ende des Jahres 2018 sind Firmen auf mich zugekommen und haben mir Zusammenarbeiten angeboten. Ich entschied mich dann, Gewerbe anzumelden und habe somit den Weg in die berufliche Schiene gewagt“, so die Obercastroperin.

Tipps von Michelle Brewko

Der Weg zu 33.000 Followern

Michelle Brewko hat sich innerhalb von knapp zwei Jahren über 33.000 neue Follower erarbeitet. Doch wie hat sie das geschafft? Die 23-Jährige hat einige Tipps parat:
  • „Ich achte besonders auf die Hashtags und welche Reichweite sie generieren. Genauso ist der Ort wichtig. Wenn ich nur Deutschland als Ort angebe, dann geht man unter. Ich gebe schon einen genaueren Ort an.“
  • Zudem sei es wichtig Kontakte zu knüpfen. „Ich habe Leute gesucht, die das gleiche machen und etwa auf dem gleichen Stand waren. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und unseren Followern vorgeschlagen.“
  • Ebenfalls wichtig: Das Community-Management. Michelle Brewko versucht, so viele Nachrichten wie möglich zu beantworten. „Die Leute sollen wissen: Das ist die Michelle und wenn ich mal eine Frage habe zum Beispiel woher ich meine Kleidung habe, dann beantworte ich das natürlich gerne.“

Auf dem Profil von Michelle Brewko wirkt die Welt heile und perfekt. „Ich liebe deinen Style“, „Tolles Outfit“, „Du sieht umwerfend aus“ - das ist nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Kommentare, die unter den Bildern einlaufen.

Doch es gibt auch eine Schattenseite in der heilen Welt von Instagram: Bots. „Ich bin stolz darauf, dass meine Community mir folgt, weil sie mir folgen will, und nicht, weil ich mir die Follower erkauft habe“, so Michelle Brewko.

Die sogenannten Bots handeln eigenständig auf Profilen. Sie liken Fotos, posten Kommentare, folgen anderen Accounts - ohne dass der Profilinhaber dafür etwas tut. „Ich sehe das als Betrug“, sagt die Obercastroperin und erklärt auch schnell, wie man Profile mit Bots enttarnen kann.

Michelle Brewko opfert ihre Pause auf der Arbeit für Instagram

„Die Leute haben beispielsweise 100.000 Follower, aber pro Bild nur etwa 1000 Likes. Das Verhältnis zwischen Likes und Follower passt nicht“, sagt die 23-Jährige.

Michelle Brewko arbeitet lieber selbst daran, ihre Followerzahlen weiter steigern zu können. Auch wenn sie dafür viel Zeit auf sich nehmen muss: „Ich opfere auch schon einmal meine Pause auf der Arbeit dafür. Aber ich sage auch: Man muss nicht rund um die Uhr erreichbar sein.“

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