Weitläufige Außenspielflächen umgeben das nagelneue Kinderhaus Rasselbande, das schon architektonisch ein Schmuckkästchen ist. © Reinhard Schmitz
Meinung

Nach Aus für Rasselbande: Stadt muss für neue Kita-Plätze sorgen

Das Kinderhaus Rasselbande zieht sich aus dem Süden der Stadt zurück. Das ist eine schlechte Nachricht: für Eltern und für die Stadt. Sie muss jetzt schnell neue Ideen entwickeln.

Auch in diesem Sommer haben Eltern in Castrop-Rauxel händeringend nach einem Kita-Platz für ihr Kind gesucht. Im August meldeten wir, dass 100 Plätze fehlten. Die Ankündigung, dass das Kinderhaus Rasselbande am Standort Marienschule schließt, ist da eine schlechte Nachricht.

Auch wenn parallel am Standort Castroper Holz zwei neue Rasselbanden-Gruppen aufmachen sollen: Die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze wird sinken. Und für Familien im Süden der Stadt wird es noch schwerer, wenn sie nicht längere Fahrzeiten in Kauf nehmen wollen.

Gefragt ist jetzt die Stadt. Denn die Ankündigung von Rasselbanden-Chefin Angelika Kirstein, auch Pläne für eine neue Kita am Standort Harkortschule aufzugeben, macht das Problem der Kinderbetreuung in der Stadt – und speziell im sowieso schon gebeutelten Stadtteil Merklinde – noch größer. 2023, so der Wunsch, sollte die neue Kita dort bereits an den Start gehen. Ob das jetzt mit einem neuen Träger so schnell gelingen kann, darf bezweifelt werden.

ISEK Merklinde könnte Lösungen möglich machen

Es müssen kluge Ideen und Lösungen her. Und das schnell. Damit nicht noch mehr Eltern verzweifeln, die ab Sommer 2022 dringend eine Betreuung für ihr Kind brauchen. Im Süden könnte das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ein Instrument sein, mit dem die Stadt arbeiten kann.

Aber auch woanders müssen trotz klammer Kassen neue Kita-Plätze geschaffen werden. Gerade auch für Kinder unter 3 Jahren. Es reicht nicht, dass der Betreuungsanspruch gesetzlich festgelegt ist. Man muss dafür auch etwas tun.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen