Neue Corona-Maßnahmen sind praktisch das Aus für „Castrop kocht über“

rnGourmet-Festival

Die neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus bedeuten praktisch eine Absage von „Castrop kocht über“. Für eine spruchreife Entscheidung fehlen allerdings noch ein paar Prozentpunkte.

Castrop-Rauxel

, 19.04.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Konferenz der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin am Mittwoch steht der Beschluss: „Großveranstaltungen bleiben bis mindestens zum 31. August untersagt.“ Für „Castrop kocht über“ (Ckü) bedeutet dieser Satz, dass es „in diesem Jahr zu 90 Prozent ausfallen werde“, sagt Franz-Josef „Bubi“ Leuthold als Sprecher der Veranstaltergemeinschaft von Ckü und Betreiber des „Tante Amanda“.

Die zehn fehlenden Prozentpunkte kommen eigentlich nur dadurch zustande, dass diese Entscheidung noch nicht mit allen Mitveranstaltern besprochen worden ist. „Wir setzen uns in der kommenden Woche zusammen und beraten“, sagt Leuthold. „Wir werden es aber auf keinen Fall in den September oder Oktober verlegen. Dieses Umplanen kostet ja auch Kraft und Geld. Wenn, dann machen wir einen klaren Strich.“

Der Marktplatz bleibt in diesem Sommer leer

Damit ist eigentlich jetzt schon klar: Der Castrop-Rauxeler Marktplatz bleibt in diesem Jahr leer. Eigentlich hätte das Gourmet-Festival vom 10. bis 14. Juni stattfinden sollen. Leuthold hatte schon Anfang April eine Verschiebung in Aussicht gestellt, war aber noch ganz guter Dinge, dass es stattfinden könne.

In diesem Sommer wird es Bierbänke, leckeres Essen und Gespräche von Freunden mit Livemusik im Hintergund unter den Sonnenschirmen von Ckü nicht geben. Dabei ist noch nicht ganz klar, was überhaupt alles unter den Begriff Großveranstaltung fällt. „Nach meinem Verständnis ist Ckü eine Großveranstaltung“, sagt Leuthold.

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Eine genaue Definition möchte die Landesregierung noch herausgeben. Bisher heißt es vom NRW-Innenministerium, dass es unter diesem Begriff Veranstaltungen versteht, zu denen täglich mehr als 100.000 Besucher erwartet würden.

Oder wenn die Zahl der zeitgleich erwarteten Besucher ein Drittel der Einwohner der Kommune übersteige und sich erwartungsgemäß mindestens 5.000 Besucher zeitgleich auf dem Veranstaltungsgelände befinden würden. Das berichtete der WDR.

„Dass Castrop kocht über darunter fällt, ist klar“

Auch Bürgermeiter Rajko Kravanja betonte in seiner Facebook-Sprechstunde, dass eine Grenze für Großveranstaltungen noch nicht definiert sei. Da brauche man Definitionen. Dass „Castrop kocht über“ und auch das Europafest darunter fielen, sei aber klar, so leid es ihm auch tue. „Die Absage aller Großereignisse bis zum 31. August zeigt, dass die Lage immer noch sehr ernst ist“, sieht Rajko Kravanja die Stadtgesellschaft weiter in der Pflicht.

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Sauer sei Leuthold wegen der neuen Maßnahmen indes nicht, sagt er. „Was sollen wir machen? Wir hoffen einfach, dass Castrop kocht über im nächsten Jahr stattfinden kann. So genau kann man das ja nicht wissen, aber wir hoffen es.“

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