Neue Emscher-Siedlung soll Vorzeigeprojekt werden

Wohnen am Wasser

HABINGHORST Die „schwatte“ Emscher wird blau. Und die neue Wohnsiedlung, die direkt am Wasser nördlich der Heerstraße geplant wird, soll ein „Vorzeigeprojekt mit regionalem Modellcharakter“ werden.

von Von Peter Wulle

, 10.06.2009, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Emscher-Siedlung soll Vorzeigeprojekt werden

Nördlich der Heerstraße soll das Wohnen an der Emscher zu einem Vorzeigeprojekt werden.

Im Zuge der Präsentationswoche der regionalen Initiative „Fluss Stadt Land“ informierte er gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Beisenherz (SPD) über den aktuellen Planungsstand. Der sieht rund 100 Wohneinheiten auf der 41 000 qm großen Fläche vor. Nur 21 000 qm davon sollen für den Wohnbau genutzt werden. „Es wird also kein verdichteter Wohnstandort“, betonte Oldengott. Zum Jahreswechsel soll es für das Vorhaben Planungsrecht geben. Dann geht es auch in die Vermarktung, obwohl die Emscher hier erst zwischen 2015 und 2017 blau wird.

Das absolute Highlight des Projekts dürfte eine sechs Meter breite Emscher-Promenade werden, zu der man von der Wartburgstraße aus gelangt. Der dortige Futtermittelmarkt Nachtigäller und Rath wird dafür umziehen. „Das ist alles in 100-prozentigem Einvernehmen geregelt“, verkündete der Bürgermeister. Überhaupt, so bestätigte Professorin Christa Reicher von der Technischen Universität Dortmund als Vorsitzende des Projektbeirats, sei es beispielhaft, wie für dieses Vorhaben in Castrop-Rauxel an einem Strang gezogen werde. Für eine möglichst hohe ökologische und energetische Qualität setzten sich in dem Projektbeirat unter anderem die Treuhandstelle GmbH (THS), die Emschergenossenschaft, der Verein Menschen an der Emscher und auch das NRW-Bauministerium ein.

„Für die Emschergenossenschaft wird die Erfahrung hier in Castrop-Rauxel wegweisend sein. Dieses Projekt mit der Promenade wird eine Vorbildfunktion bekommen“, ist Professorin Reicher überzeugt. „Und Wasser“, sagt sie, „ist ein ganz attraktives Element für jedes Wohnquartier.“ Weil Castrop-Rauxel nahe zur Emscher-Quelle liegt, kommt unsere Stadt gemeinsam mit Dortmund als erstes in den Genuss des Fluss-Umbaus. Die anderen Städte hin zur Mündung in den Rhein müssen länger warten. Nördlich der Heerstraße kann daher ein Zeichen gesetzt werden, wie sich das Stadtleben entlang der Emscher verändern kann.

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