Neue Gesichter auf der Bühne bei WLT Premiere

CASTROP-RAUXEL Spanien im 16. Jahrhundert, die Europastadt im 21. Jahrhundert. Trotz der riesigen Zeitspanne ist Schillers „Don Carlos“ in dieser Saison das mit Abstand beliebteste Schillerstück auf die WLT-Bühne. Regie führt Ralf Ebeling, der sein Talent schon bei zahlreichen WLT-Klassikern unter Beweis gestellt hat.

von Von Gabriele Regener

, 05.09.2008, 07:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Laubenthal ist Don Carlos, Lilija Klee die Prinzessin von Eboli.

Dennis Laubenthal ist Don Carlos, Lilija Klee die Prinzessin von Eboli.

So wie die Anzahl der Akteure auf der Bühne auf neun reduziert wurde, so hat Regisseur Ralf Ebeling auch die Textvorlage Schillers gekürzt. Die 5000 Verse des Originals bedeuten fünfeinhalb Stunden reine Spielzeit, übersetzt er. Er hat die Textmenge halbiert, doch es gehe nichts verloren, beteuert er. Es tue der Handlung sogar gut. Und die ist in diesem Stück ausgesprochen vielschichtig. Liebe und Hass, Politik und Intrigen, Vertrauen und Misstrauen durchziehen die Handlungsstränge.

Im Spanien des 16. Jahrhunderts regiert Philipp der Zweite mit eiserner Hand, die Zukunft des Landes liegt jedoch in den Händen seines Sohnes Don Carlos. Ein sensibler junger Mann, der völlig verzweifelt als sein Vater die Frau, die er liebt, heiratet und sie somit zu seiner Stiefmutter macht. Sie liebt ihn auch, ist aber dem König zur Loyalität verpflichtet. Als Gegenspieler des tyrannischen Königs ist der Marquis von Posa zu sehen, als Symbol für Freiheit. Seine Freundschaft mit Don Carlos bekommt Sprünge, als dieser vor ihm gewarnt wird. „Das ist der Anfang der Katastrophe“, kennzeichnet Ebeling den Wendepunkt der Handlung.  Premiere ist am 13. September, 20 Uhr, fünf Vorstellungen besonders für Schüler gibt es im November. Theaterpädagogin Kathrin Lehmann hat für Schulen ein spezielles Begleitprogramm erarbeitet.

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