Neue Pendler-Parkplätze für Bahnhof in Rauxel?

Drei Varianten im Gespräch

Wenn der RRX kommt, also der Zug, der die Rhein-Ruhr-Region besser erschließen soll, als Regionalbahnen und Regionalexpresse das schaffen, dann würde umgebaut - auch am Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel. In der Bauphase hätte das Auswirkungen für die Pendler. Ein P+R-Parkplatz fiele für acht Monate weg. Drei Ersatz-Parkplätze sind im Gespräch.

CASTROP-RAUXEL

, 25.02.2017, 08:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel könnten bald viele Parkplätze wegfallen.

Am Hauptbahnhof in Castrop-Rauxel könnten bald viele Parkplätze wegfallen.

Castrop-Rauxels Politiker beschäftigt sich mit dem Thema: in der Sitzung des Betriebsausschusses 1 (öffentlich, Mittwoch, 1. März, 17 Uhr, Freiwillige Feuerwehr Habinghorst, Dornbachstraße 15). Überschrieben ist das mit: „Temporäres Parkraum-Konzept für die Park+Ride-Anlage am Hauptbahnhof“.

Eine Problematik steckt für Anwohner und Pendler darin, die ihr Auto auf den Parkflächen hinter den Gleisen abstellen: Denn für den Ausbau der Bahnsteige am Bahnhof, die mit dem RRX-Ausbau einhergehen, hat die Deutsche Bahn übers Bahnhofsmanagement in Essen angekündigt, dass sie Teile der Fläche zu Einrichtung der Baustelle braucht. Es geht um 2800 Quadratmeter im hinteren Erweiterungsbereich der Anlage für eine Bauzeit von acht Monaten im Jahr 2018.

Parken in den umliegenden Straßen? "Nicht möglich"

125 Parkplätze fielen in dieser Zeit weg. In der Ausschussvorlage schreibt die Stadtverwaltung, dass ein Ausweichen in Anliegerstraßen im Umfeld oder die Wartburg-, Bahnhof- und Victorstraße ausgeschlossen sei. „Der Parkraum wird dauerhaft und dringend benötigt“, heißt es weiter, das Nutzerverhalten sei so, dass nur in fußläufiger Distanz und auf gut ausgeleuchteten und geordneten Parkflächen geparkt werde und ansonsten die Tendenz bestehe, ungeordnete Abstellmöglichkeiten anzufahren und sie für einen langen Zeitraum zu belegen.

Geprüft werden darum nun Optionen. Die mit den Anliegerstraßen fällt weg („nicht möglich“ und „würde zu massiven Anwohner-Beschwerden führen“), andere städtische Flächen zum Beispiel auf dem Weg zum Rütgers-Nebentor im Umfeld sind nicht geeignet. 

Mögliche Optionen sind Absprachen mit dem Straßen-Baulastträger Kreis Recklinghausen, vor allem aber mit dem Grundstückseigentümer RAG Montan Immobilien: Der gehören 5500 Quadratmeter zwischen dem aktuellen Parkplatz und der Von-Hofmann-Straße, die über den Seitenarm Wartburgstraße erschlossen werden könnte. Priorität B hätte laut EUV Stadtbetrieb eine Fläche am Kreisverkehr zur Rütgersstraße, Priorität C eine Fläche, die von der Von-Hofmann-Straße eingekreist ist. 

Diese drei Flächen stehen zur Auswahl

Die schwarze Fläche fällt als Parkplatz weg, wenn die Bahn umbaut. Erst will die Stadt Castrop-Rauxel als Ersatz die blaue Fläche anfragen, dann die rote, im Notfall noch die gelbe.

Ein Blick in die Geschichte der Park+Ride-Anlage am Hauptbahnhof

  • Bis in die späten 1990er-Jahre führte das Parken der Pendler-Autos zu großen Problemen auf den Anwohner-Straßen.
  • 1997 einigten sich Stadt und Deutsche Bahn AG auf die Errichtung und den Betrieb der Park+Ride-Anlage.
  • Die Basis-Anlage wurde so stark genutzt, dass eine Erweiterung nötig wurde. Die Stadt kaufte einige Flächen dazu (2011) und ließ sich die Nutzung bahneigener Flächen zur Nutzung genehmigen (2014).
  • So liegen Teile der Anlage auf städtischen, Teile auf bahneigenem Grund.
  • Aufgrund von unabwendbarem Eigenbedarf kann die Bahn laut vertraglicher Regelung die Rückgabe erwirken. Das ist nun geschehen.
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