Coronavirus

Neue Todesfälle: Acht Menschen sind in Castrop-Rauxel an Corona gestorben

Bislang hatte Castrop-Rauxel im Vergleich weniger Todesfälle zu beklagen als andere Kommunen. Jetzt aber meldet der Kreis gleich acht neue Todesfälle. Eine andere Zahl macht Hoffnung.
Acht neue Todesfälle gibt es in Castrop-Rauxel. © picture alliance/dpa

Bislang gab es in Castrop-Rauxel 17 Todesfälle. Vom 2. Dezember bis zum Donnerstag (14.1.) wurden acht Todesfälle gemeldet. Zuletzt starb eine 95-Jährige an den Folgen des Coronavirus. Jetzt sind gleich acht neue Fälle hinzugekommen. Gestorben sind sechs Frauen im Alter von 71, 85, 89, 94, 99 und 103 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 79 und 84 Jahren. Das meldet der Kreis am Freitagmorgen. Damit sind in der Europastadt jetzt 25 Todesfälle zu beklagen.

Insgesamt starben 24 Menschen im Kreis Recklinghausen: in Datteln eine Frau im Alter von 87 Jahren und zwei Männer im Alter von 84 und 85 Jahren, in Dorsten eine Frau im Alter von 88 Jahren und ein Mann im Alter von 60 Jahren, in Gladbeck zwei Frauen im Alter von 66 und 94 Jahren sowie drei Männer im Alter von 63, 71 und 89 Jahren, in Herten zwei Frauen im Alter von 82 und 91 Jahren, in Marl eine Frau im Alter von 90 Jahren, in Recklinghausen eine Frau im Alter von 88 Jahren und in Waltrop ein Frau im Alter von 90 Jahren sowie ein Mann im Alter von 86 Jahren.

Alle wurden vorher positiv auf das Coronavirus getestet. Die genauen Todesdaten teilt der Kreis nicht mit. In der Zeit nach dem Jahreswechsel kam es immer noch zu verzögerten Mitteilungen. Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

Die Coronazahlen sind insgesamt weiter gestiegen. In Castrop-Rauxel wurden an einem Tag 17 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind es damit 1814. Als gesund registriert wurden 1577, 15 mehr als am Vortag. Die Zahl der akut Infizierten liegt damit bei 212.

Inzidenz liegt im Kreis wieder bei unter 200

Hoffnung, dass vielleicht doch langsam der Lockdown mit seinen Beschränkungen sich auswirkt, machen die Inzidenzzahlen. Seit einer Woche liegt sie im Kreis Recklinghausen über 200, seit dieser Woche gilt damit auch die 15-Kilometer-Regel zusätzlich zu den anderen Bestimmungen. Am Freitagmorgen meldet das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) eine Inzidenz von 182,7, ein Minus von 24,6.

Der Kreis selbst, der bereits mehr Daten verarbeitet hat als das LZG hatte bereits am Donnerstag eine Wocheninzidenz von 194,9 angegeben. Am Freitag ist sie jetzt weiter auf 175,5 gesunken. Das könnte ein Hinweis sein, dass auch die offiziellen LZG-Zahlen am Wochenende weiter sinken werden.

In Castrop-Rauxel ist die Inzidenz von 169,1 auf 158,2 gesunken. Auch andere Städte im Kreis haben bessere Zahlen. Gladbeck, das zeitweise sogar über eine Inzidenz über 400 melden musste, liegt jetzt bei 310,8. Nur Herten mit 231,3 und Recklinghausen mit 211 haben eine Inzidenz über dem 200-Grenzwert. Am besten ist die Lage weiter in Haltern mit 105,7.