So sieht es aus, Jörn Fischers Gewürz: die Grundierung. © Jörn Fischer
Für die Küche

Neue Würze aus Castrop-Rauxel: Grill-Meister Fischer kreiert Grundierung

Den eigenen Lieblingsgeschmack? Kennen viele. Den eigenen Lieblingsgeschmack zum Gewürz machen? Können wenige. Der Castrop-Rauxeler Grill-Meister Jörn Fischer will das nun geschafft haben.

Es klingt ein bisschen verrückt: Ist es möglich, seinen eigenen Lieblingsgeschmack in einem Gewürz festzuhalten? Genau das war die Idee von Jörn Fischer, als er sich vor Monaten an Stefan und Anne Lemke von der Firma Ankerkraut wandte.

Warum man so etwas macht? Jörn Fischer blickt bis in die eigene Castrop-Rauxeler Kindheit zurück, die vor 42 Jahren begann: „Man findet immer Mamas Essen am besten, weil man von klein auf damit aufwächst. Dadurch bildet sich ein Geschmack.“ Ein Lieblingsgeschmack eben.

Diesen aber festzuhalten, sei knifflig und eine „tolle Aufgabe“, wie Jörn Fischer unserer Redaktion erzählt. Schließlich hatte er es: „Nach monatelangem Testen und Ausprobieren ist diese Gewürzmischung entstanden und dann ist sie raus in die Welt und soll viele, viele Menschen begeistern.“

Gewürzmischung Grundierung

„Diese Gewürzmischung“, sie hat den für die Lebensmittelbranche nicht ganz üblichen Namen „Grundierung“. Seit zwei Wochen ist sie auf dem Markt, genauer: seit dem 20. September 2021. Und nun kann man sie kaufen. Aktuell in allen Läden der Firma Ankerkraut und in ein paar Tagen, so sagt es Jörn Fischer, bei Edeka Gronemann in Castrop-Rauxel an der Dortmunder Straße. Ohnehin sei es wohl nur eine Frage der Zeit, bis weitere Supermärkte hinzukämen. Das Gewürz sei „offiziell für den Handel gelistet“. Das Glas kostet im Internet 7,99 Euro, was einem Preis von 4,44 Euro für 100 Gramm entspricht.

Im Ankerkraut-Laden im Bochumer Ruhrpark war Jörn Fischer am Samstag selbst vor Ort, um sich über sein Gewürz im Regal zu freuen: „Wenn man sein eigenes Gewürz sieht, dann ist das schon toll“, sagt er.

Zu Stefan und Anne Lemke hat Jörn Fischer schon länger einen engen Draht: „Für Wettbewerbe habe ich immer Gewürze von Ankerkraut benutzt“, sagt Fischer, der 2014 mit einem Team bei der deutschen Grill- und BBQ-Meisterschaft erfolgreich war. Doch das sei nun „das erste Mal, dass ich selbst was herstellen kann. Dafür bin ich den beiden extrem dankbar.“

Griechische Einflüsse auf den Geschmack

Doch wonach schmeckt die „Grundierung“ überhaupt? Das zu beschreiben, ist gar nicht so einfach: Es seien „so viele Geschmäcker gewesen, die einen beeinflusst haben“, sagt Jörn Fischer und erzählt, dass es in der Castrop-Rauxeler Bergarbeiter-Siedlung, in der er aufwuchs, viele griechische Einflüsse gab. Doch generell, so ist es auf seiner Facebook-Seite zu lesen, sei die Grundierung „wie die Menschen: sehr vielfältig“.

Und dementsprechend als Gewürz sehr breit anwendbar, ein Allrounder. Geeignet „für Hähnchen, Schweinefleisch, Rindfleisch“, zählt Jörn Fischer auf. Und weiter: „Es passt aber auch zu Feta-Käse oder in Olivenöl gebratenen Peperoni.“

War das seine letzte Kreation, oder geht es irgendwie weiter in diesem Stil? Dazu möchte Jörn Fischer aktuell nicht allzu viel verraten. Nur so viel: „Es wird weitere Projekte mit Ankerkraut geben.“

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Fühlt sich in Castrop-Rauxel und im Dortmunder Westen gleichermaßen zu Hause. Mag Politik, mag Kultur, mag Sport, respektiert die Wirtschaft und schreibt zur Not über alles, was anfällt.
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Matthias Langrock