Neuer Habinghorster Spielplatz sorgt auch für Kritik

Pläne vorgestellt

300 Quadratmeter wird er groß, 33.000 Euro stehen an Projektgeldern bereit: Nun wurden den Anwohnern die Pläne für den neuen Spielplatz präsentiert, der an der Ecke Oskarstraße und Kampstraße in Habinghorst entstehen soll. Dabei bekamen die Planer einige Bedenken mit auf den Weg.

HABINGHORST

, 28.01.2016, 15:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

In diesem Jahr läuft das Projekt „Soziale Stadt Habinghorst“ aus. Dazu gehört noch der neue Spielplatz - dessen Entwürfe das Planungsteam am Samstag mit den Bürgern direkt vor Ort besprach. An der Ecke, wo in Habinghorst Oskar- und Kampstraße aufeinandertreffen, soll noch in diesem Sommer ein Kinderspielplatz entstehen.

Ungefähr 300 Quadratmeter und 33.000 Euro stehen für diese Maßnahme zur Verfügung. Hinter hohen Bäumen liegt das kleine Rasengrundstück, das Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren bald als Bewegungsstätte dienen soll.

Klettern und Balancieren

Rolf und Jola Teschner hatten am Samstag große Plakate mitgebracht, die sie in ihrem Planungsbüro in Dülmen erstellt hatten. Anwohner und Vertreter des Stadtteilbüros erfuhren, wie die Spielfläche nach Fertigstellung aussehen soll:

 

„Hier entsteht ein Mini-Motorik-Trail, der Kinder zum Klettern und Balancieren einlädt“, dozierte Diplomingenieurin Jola Teschner. Rutschen, Wippen und Schaukeln wird es dort nicht geben, erfuhren die Anwohner. Hinter einer Hundeabgrenzung werden Hartholzelemente in die Rasenfläche eingelassen. Die Rasenfläche wird mögliche Stürze von den Balanciertrittflächen abfedern. Die maximale Fallhöhe von 60 Zentimetern wird dafür sorgen, dass die Kinder sich nicht verletzen können. Auf eine Sandfläche wird aus hygienischen Gründen verzichtet.

Ruhen und Verweilen

Durch den Erhalt der Schatten spendenden Bäume und der Hecke, die das Grundstück zur Straße abgrenzt, wird ein Ort geschaffen, der bei Eltern für Ruhe und Verweilen stehen soll, gemütliche Bänke sollen als Sitzgelegenheit dienen.

Die Vorfreude auf die neue Erholungszone wurde aber von einigen Anwohnern auch kritisch betrachtet. So wünschte sich Mariola Gellner eine ordentliche Abgrenzung zu ihrem eigenen Grundstück. „Ich möchte keine fremden Menschen in meinem Garten haben“, äußerte sie ihre Bedenken.

Sorge wegen Lärm

Dafür hatte Projektleiter Bernhard Lammers großes Verständnis und versprach, eine vernünftige Lösung zu finden. Während andere Kritiker Lärmbelästigungen befürchteten, sahen manche auch eine Gefahr für die Kinder, die durch den Autoverkehr ausgehe. Diese Bedenken nahm Lammers auf, damit das Planungsbüro ein optimales Ergebnis für Kinder und Anwohner erzielen kann.

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