Neuer Markt-Standort in Castrop kommt gut an

Dauerhafter Platzwechsel?

Den Wochenmarkt in der Innenstadt abzuhalten, ist eigentlich nicht von Dauer. Doch was von der Stadt als Übergangslösung gedacht war, gefällt vielen sogar sehr gut. Wir haben uns bei den Markthändlern, Einzelhändlern in der Innenstadt und Besuchern umgehört, welche Vorteile und Nachteile der neue Standort für sie mit sich bringt.

CASTROP

, 22.03.2016, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Während der Marktplatz umgebaut wird, hält der Wochenmarkt in der Fußgängerzone Einzug. Es gibt Überlegungen, ob dies gar eine dauerhafte Lösung werden könnte.

Während der Marktplatz umgebaut wird, hält der Wochenmarkt in der Fußgängerzone Einzug. Es gibt Überlegungen, ob dies gar eine dauerhafte Lösung werden könnte.

Online haben wir die Leser abstimmen lassen, ob der Wochenmarkt nach dem Marktplatzumbau in der Innenstadt bleiben soll. 59 User haben sich beteiligt, so haben sie entschieden: 

Der Wochenmarkt findet wie gehabt immer dienstags, donnerstags und samstags jeweils von 7.30 bis 13 Uhr statt. Die Einzelhändler freuen sich über die stärkere Frequentierung der Fußgängerzone. Allerdings ist die Platzierung einzelner Stände den Ladenbesitzern ein Dorn im Auge.

Jens Reiter, Inhaber von Reiter Fashion, berichtet: „Von der Idee her, finde ich das gut. Aber es muss noch an ganz vielen Stellschrauben gedreht werden, damit eine Win-Win-Situation eintrifft.“ So würden manche Stände die Schaufenster der Lokale verdecken und diese somit aus dem Fokus der Markt-Besucher nehmen.

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Konzept noch optimierbar

Dem schließt sich auch Martina Walkowiak, Inhaberin des Kosmetikstudios an der Münsterstraße 1, an. „Mich stört es, ein Marktstand steht genau vor meinem Eingang“, so Walkowiak. Dies bestätigt auch Edith Delord, bei der Wirtschaftsförderung zuständig für die Betreuung der Händler- und Standortgemeinschaft Casconcept: „Wenn es eine Dauerlösung werden sollte, müsste diese aber noch optimiert werden.“

Aber es gibt auch viele positive Stimmen, die sich eine dauerhafte Lösung mit dem Markt in der Fußgängerzone vorstellen können. Die Marktbesucher Dieter und Doris Bayer erklären unisono: „Der Marktplatz ist zu schade für die ganzen Stände. So hat das ein schönes Flair.“ Auch Jennifer Markwart vom Blumenladen Dornröschen Im Ort ist positiv gestimmt: „Die Stadt ist dadurch viel belebter, mir gefällt es so deutlich besser.“

Wochenmarkt belebt die Innenstadt

Der Bochumer Joachim Gabriele besucht regelmäßig den Castrop-Rauxeler Markt und ist von der neuen Situation ebenfalls angetan: „Die Besucher schlendern häufiger in die Läden.“ Und den Markthändlern scheint die Platzierung der Stände in der Fußgängerzone zu gefallen. Ute Babel von der Meisterbäckerei sagt: „Die Stadt wirkt voller.

Daran knüpft auch der Lüner Karl Otto, der mit seinen Maschenmoden seit 43 Jahren auf dem Castrop-Rauxeler Markt Einzug hält, an: „Es ist so nur von Vorteil für alle Seiten. Wenn jetzt noch die Parkplätze am Markt fertig werden, wäre es optimal.“

Wunsch nach kostenfreien Parkplätzen an Markttagen

Die Inhaberin des Buchladens Leselust, Martina Tielker, hätte einen weiteren Vorschlag parat, wie ein Innenstadt-Besuch attraktiver gemacht werden könnte: „Ich wäre für ein kostenfreies Parken an Markttagen, zumindest auf dem Marktplatz, dort konnte bisher an Markttagen ja auch nicht geparkt werden.“ 

Übergangsweise auch andere Stände und Demos erlaubt

Laut Marktordnung ist es nicht gestattet, am Rande des Wochenmarktes Werbematerial zu verteilen. Allerdings will die Stadt in diesem Fall einlenken. „Gleichwohl ist es möglich, am Rande des festgesetzten Marktbereiches Tätigkeiten anderer Art zuzulassen“, erklärte Pressesprecherin Nicole Fulgenzi.

Deshalb könnten neben dem Marktgeschehen andere Stände vertreten sein. Das Gleiche gelte nach dem jetzigen Stand der Satzung auch für das Anliegen des Friedenskreises, weiterhin seine Demonstrationen dort abzuhalten. Da die Marktstände den Lambertus-platz hinter dem Kunstwerk von Jan Bormann nicht einbezögen, könne dort weiter die bisherige Nutzung erfolgen. Dies gelte allerdings nur für das Provisorium, bis geklärt sei, ob der Wochenmarkt in der Innenstadt bleiben soll.

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