In Essen gibt es bereits einen Globus, der einen Real abgelöst hat. © Jonas Hildebrandt
Real-Nachfolge

Neues Warenhaus in Castrop-Rauxel: So lässt es sich im Globus einkaufen

Der Real an der Siemensstraße wird 2022 zum Globus. Was die Kunden dann erwartet, konnten wir in Essen testen. Auch dort wurde ein Real von Globus übernommen.

Mit leeren Händen muss den Globus in Essen niemand verlassen – dafür wird gesorgt. Direkt nach Betreten des Marktes wird mir ein Gratis-Schokoriegel in die Hand gedrückt, wie ein Pröbchen im Drogeriemarkt.

Dass das immer so ist, will ich nicht garantieren. Und ob das auch in Castrop-Rauxel so sein wird, wenn im Herbst 2022 dort der Globus an den Start geht, ist auch nicht sicher.

Wahrscheinlich ist jedoch, dass das Grundkonzept des Globus in der Siemensstraße in Habinghorst dem seines Zwillings in Essen gleichen wird. Denn an beiden Standorten folgt der Globus auf einen Real. Um herauszufinden, was die Castrop-Rauxeler in Zukunft beim Einkauf erwarten wird, lohnt sich also ein Blick in den Essener Globus. Wir waren für Sie dort.

Eigene Abteilung für Vegetarier

Eine Sache ist sofort zu erkennen: Globus ist mehr als ein klassischer Supermarkt. Wie Real ist Globus ein SB-Warenhaus. Soll heißen, man findet dort alles von Spielwaren über Kleidung und Haushaltsartikel bis hin zu, natürlich, Lebensmitteln.

Wer sich gesund ernähren will, muss nicht lange suchen. Weicht man am Eingang geschickt dem Mann mit den Gratis-Schokoriegeln aus, findet man sich in einer großen Obst- und Gemüse Abteilung wieder. Weiter geht es vorbei an Bio-Angeboten hin zu einer eigenen Abteilung für vegane, vegetarische sowie gluten- und laktosefreie Produkte.

Es gibt eine große Auswahl an Obst und Gemüse. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Sucht man etwas Bestimmtes, muss man sich nicht durch den gesamten Laden quälen. Denn das kann dauern, in der riesigen Halle. Zunächst wirken die gefühlt endlos langen Reihen mit Regalen vielleicht etwas einschüchternd. Doch durch das gleichmäßige System und die Beschilderung findet man sein Ziel einfacher als gedacht. Zur Not liegt auch noch ein Marktplan aus, der einem einige Mühe ersparen kann.

Zwischen Markthalle und Warenhaus

Einen Haken hat die einerseits praktische, andererseits aber auch monotone Sortierung jedoch auch. Das erwünschte Markthallenflair kommt nicht wirklich auf. Das einzige, was an eine Halle erinnert, ist die schiere Größe des Ladens, die ihn eher wie eine Lagerhalle wirken lässt. Während ich zwischen den Regalen hindurch laufe, fühle ich mich eher wie in einem überdimensionierten Supermarkt, der mit einem Kaufhaus fusioniert wurde.

An gewissen Ecken erkennt man dann aber doch die Bemühungen, aus dem Warenhaus eine Markthalle zu formen. An den Rändern der Halle wartet eine Fachmetzgerei auf die Kunden, flankiert von einer Käsetheke und einem Bäcker. Dort liegen überraschend viele in Plastik verpackte Backwaren. Die frischen Brötchen und der geöffnete Ofen im Hintergrund lassen jedoch erahnen, dass hier auch gebacken wird.

Weiter geht der Gang durch den Globus, vorbei an einer Sushibar und der Käsetheke und plötzlich findet man sich in einer großen Wein- und Spirituosen- Abteilung wieder, die einen so gar nicht mehr an Supermarkt denken lässt. Andere Lampen, andere Regale, dazu ein rustikaler mit Weingläsern gedeckter Holztisch vermitteln einem das Gefühl, man würde gleich an einer Weinprobe teilnehmen.

Die Weinabteilung ist einladend eingerichtet. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Internationale Spezialitäten

Während der Großteil des Geschäfts ein klassisches SB-Warenhaus abbildet, kommt man in diesem hinteren Abschnitt rund um Weinabteilung und Metzger dem Ziel deutlich näher, ein Markthallenambiente zu schaffen. Vielleicht wird davon in Castrop-Rauxel ja noch mehr zu sehen sein.

Doch wer mit dem Real zufrieden war, wird auch im Globus zurechtkommen. Das Angebot ist groß, vielfältig und preislich auf einem Level mit der Konkurrenz. Auch internationale Spezialitäten sind – sortiert nach Kontinenten – vertreten.

Auch Produkte aus aller Welt werden hier verkauft. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Vorbei am Getränkemarkt geht es nun zu den Kassen, von denen genug geöffnet sind, sodass sich keine echte Schlange bildet. Ist das mal anders, gibt es aber auch noch Selbstbedienungskassen.