Neue Kooperation

NGI-Gesamtschüler bleiben in Bewegung: Jetzt lernen sie von der Emscher

Die Neue Gesamtschule Ickern ist als „bewegte Schule“ gestartet. Dazu passt eine Kooperation mit der Emschergenossenschaft. Dazu gibt es viele Pläne und erste Schritte.
Bürgermeister Rajko Kravanja, Schulleiterin Dr. Kerstin Bröker und und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, (v.l.) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. © Kirsten Neumann

Ein eigenes Emscher-Musical oder Exkursionen zu Standorten der Emschergenossenschaft: Es gibt schon einige Idee für eine Kooperation, die jetzt an der Neue Gesamtschule Ickern geschlossen wurde. Passend zum Schwerpunkt „Bewegte Schule“ wollen die Emschergenossenschaft und die Gesamtschule zusammenarbeiten. Kooperationspartner ist zudem die Stadt Castrop-Rauxel.

Ziel ist es, „die neue blau-grüne Natur und den naturnah umgestalteten Fluss in den Schullalltag zu integrieren“, so der Wasserwirtschaftsverband in einer Pressemitteilung. Er unterstützt hier mit Seminaren und Unterrichtsmaterial. Auch gemeinsame Projekte und Exkursionen sind geplant.

„Mit der Kooperation bringen wir jungen Menschen die neue Emscher näher ­– und damit wichtige Werte wie Nachhaltigkeit sowie Klima-, Natur- und Umweltschutz“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, „allein schon durch die Nähe der Neuen Gesamtschule zur Emscher in Ickern lag eine Kooperation auf der Hand.“

Gemeinsame Projekte von Schülern und Wasser-Experten

Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit werden unter anderem Themenbereiche wie Umweltbildung, Klimaresilienz und berufliche Bildung stehen. Hierzu bietet die Emschergenossenschaft den Schülern fachbezogene Seminare an oder unterstützt mit Unterrichtsmaterialien. Exkursionen zu Standorten der Emschergenossenschaft sind genauso geplant wie gemeinsame Projekte, die die Schulklassen mit den Experten des Wasserverbandes durchführen.

Ihre Unterschrift setzen die Kooperationspartner unter die symbolische Zeichnung der „Kooperation in Bewegung bleiben – Emscher erleben“.
Ihre Unterschrift setzen die Kooperationspartner unter die symbolische Zeichnung der „Kooperation in Bewegung bleiben – Emscher erleben“. © Kirsten Neumann © Kirsten Neumann

Für die Schüler sei es eine tolle Gelegenheit, die Emscher und die Natur hautnah zu erkunden, so Dr. Kerstin Bröker, Leiterin der neuen Gesamtschule. Sie sei froh, diesen Partner gefunden zu haben. Ein Themenfeld ist unter anderem die Biodiversität. Es sollen zum Beispiel Nistkästen errichtet werden oder die Flora und Fauna auf dem Schulhof und in der unmittelbaren Umgebung gesichtet werden.

Auch Vereine aus dem Stadtteil sollen einbezogen werden

Auch Dritte wie beispielsweise Imker-Vereine sollen innerhalb der Kooperation Workshops oder Exkursionen anbieten. Die Kooperation, so die Schulleiterin, unterstütze somit auch die Philosophie der Gesamtschule, den Austausch mit Stadtteilen, Institutionen und Vereinen der Region zu fördern und eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu schaffen.

Geplant ist, in einem Unterrichtsprojekt ein eigenes Emscher-Musical und einen Emscher-Song zu entwickeln, der später öffentlich aufgeführt werden soll. Aktuell gibt es bereits ein erstes Projekt: 110 Schülerinnen und Schüler haben zum Thema „In Bewegung bleiben – Emscher erleben“ ihre Ideen künstlerisch entwickelt. Diese zieren nun als Gesamtkunstwerk die Fassade der Schule.