Notfallpraxis hat seltener geöffnet

Nach Reform

So ganz ungeschoren ist die Notdienstpraxis am Rochus-Hospital doch nicht bei der Reform des ärztlichen Notdienstes durch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) davongekommen. Sie hat mittwochs nicht mehr geöffnet.

CASTROP-RAUXEL

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 03.02.2011, 19:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Notfallpraxis hat seltener geöffnet

Isbruch: „Auch den gynäkologischen Notdienst gibt es nicht mehr.“ Vorgehalten würden jetzt im Facharztbereich separat ein augenärztlicher Notdienst, ein HNO-Notdienst und einer für den Kinder- und Jugendlichen-Bereich - neben dem allgemeinen Notdienst selbstverständlich. Seit Dienstag gilt für alle die einheitliche Telefonnummer 0180-5044100, die in der Zentrale in Duisburg auflaufe. Dort gebe es sämtliche Informationen zu Öffnungszeiten, Fahrdiensten und Wegbeschreibungen. Isbruch: „Damit die Patienten wissen, wie sie wohin gelangen.“

Wer direkt die Notdienst-Praxis an der Wittener Straße ansteuert, kann sich dort samstags, sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.30 und 14.30 bis 19.30 Uhr versorgen lassen, so Isbruch, der damit die im Internet von der KVWL genannten Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr korrigiert. Für die Arztrufzentrale in Duisburg gilt nach Angaben der KVWL diese Erreichbarkeit: Montags, dienstags, donnerstags von 18 bis 8 Uhr am Folgetag, mittwochs und freitags von 13 bis 8 Uhr am Folgetag, samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 8 Uhr am Folgetag.

Mit der Reform hat die KVWL die Zahl der Bezirke im Land von 178 auf 32 verringert, die ein Netz von 67 Notfallpraxen vorhalten. Ursprünglich sollte die Praxis am Rochus ganz gestrichen werden. Nach einem von der CDU-Seniorenunion kanalisierten Protest der Bevölkerung war davon Abstand genommen worden.

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