Notunterkunft Castrop-Rauxel: Jetzt steht das Eröffnungsdatum fest

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Die Landes-Notunterkunft in Habinghorst steht noch einige Wochen leer.
Die Landes-Notunterkunft in Habinghorst steht noch einige Wochen leer. © Tobias Weckenbrock
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Gebaut wird seit mehreren Monaten. Relativ schnell nach dem Ausbrauch des Krieges in der Ukraine bereiteten die Behörden sich in Deutschland auf eine neue Welle von Menschen vor, die auf der Flucht sind und Unterschlupf suchen. Mehr als 400 Menschen haben seither in Castrop-Rauxel zumindest vorübergehend ein neues Zuhause gefunden.

Zusätzlich zu den Unterkünften, die die Städte organisieren und bereitstellen, wurde auch das Land NRW aktiv: Die Bezirksregierung Münster baute Notunterkünfte des Landes als „Puffer“-Einrichtungen auf, um Kommunen bei der Bereitstellung mehr Zeit zu verschaffen. Kriegsflüchtlinge sind meist weniger als 14 Tage dort in der Notunterkunft. In Dorsten wurde vor rund zwei Wochen eine solche Zentrale Unterbringungseinheit (ZUE) mit 1000 Plätzen eröffnet. In Haltern am See wird am 1.10. in der Seestadthalle eine weitere mit bis zu 258 Plätzen aufgemacht.

In Castrop-Rauxel kann es am 1.11. losgehen: Bis zu 1020 Plätze stehen in den Leichtbauhallen bereit, die an der B235 in Habinghorst auf dem einstigen Kraftwerksgelände errichtet wurden. Sie sollen genutzt werden, wenn ukrainische Kriegsflüchtlinge in NRW neu ankommen, aber noch keine Kommune sie aufgenommen hat. „Gut die Hälfte der 1020 Plätze soll aktiviert und der Rest als Reserve vorgehalten werden“, teilt Ulrich Tückmantel, Sprecher der Bezirksregierung, mit.