Pappeln geht es an den Kragen

Rütgers-Hafen

15 bis 20 Pappeln an der alten Zuwegung zum Rütgers-Hafen geht‘s bis einschließlich Montag kommender Woche an den Kragen. Die Fällmaßnahme an der Hafenstraße in der derzeit geltenden Rodungsverbotsphase wird aus Gründen der Verkehrssicherheit vorgenommen.

RAUXEL

von Von Abi Schlehenkamp

, 21.06.2012, 19:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Matthias Klar, Revierförster beim Regionalverband Ruhr, begutachtet eine aus Sicherheitsgründen gefällte Pappel.

Matthias Klar, Revierförster beim Regionalverband Ruhr, begutachtet eine aus Sicherheitsgründen gefällte Pappel.

Mit einem Rampenbagger geht‘s rein ins Grün, dann wird der Baumstamm fixiert und umgezogen, damit er in den Waldbereich und nicht etwa auf Nachbargrundstücke umkippt. Wegen des maroden Zustands der Pappeln taugen sie nicht mal als Palettenholz, sondern werden zu Hackschnitzeln verarbeitet. Eine Ersatzpflanzung auf dem ehemaligen Klöckner-Gelände ist laut Klar nicht vorgesehen. "Vielleicht maximal eine Initialzündung", überlegt der Revierförster, aber der Bereich schließe sich sicherlich auch so wieder ruckzuck – etwa mit Erlen, die ja auch durchaus gern nasse Füße haben.

Pappeln, weiß Klar, sind vom Prinzip schnell wachsende Bäume, die mit 40 Jahren ihren Zenit ereicht haben, danach geht‘s deutlich bergab – und wird eben gefährlich. Stehen die Pappeln wie an der Hafenstraße auf nassem Boden, wird der natürliche Fäulnisprozess beschleunigt.  Die ehemals auch für dicken LKW-Verkehr befestigte Zuwegung zum alten Rütgers-Hafen hat sich die Natur weitestgehend zurückgeholt. Alles grünt und blüht.    

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