Parkbad Süd wird am 28. August zum Open-Air-Kino

Film-Schau-Plätze NRW

Zum 20. Mal gibt es die Veranstaltungsreihe Film-Schau-Plätze NRW: Kostenloses Kino unter freiem Himmel an 20 besonderen Orten. Erstmals ist das Parkbad Süd in Castrop mit an Bord. Wie es dazu kam? Wo die Leinwand stehen wird - ob im Becken oder auf der Wiese? Und welcher Film gezeigt wird? Antworten gibt es hier.

CASTROP

, 31.07.2017, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Parkbad Süd wird am 28. August zum Open-Air-Kino

Das Parkbad Süd wird Ende August zum Kino. „Es passt ja nun wirklich ideal zu der Idee, besondere Filme an besonderen Orten zu zeigen“, sagt Philipp Walkenhorst.

Herr Walkenhorst, wie kam es dazu, dass das Parkbad Süd Spielstätte wird?

Die Reihe hat mich schon lange begeistert, vor ein paar Jahren habe ich mit Anna Fantl von der Film- und Medienstiftung NRW, die die Reihe seit Beginn organisiert, über die Möglichkeit gesprochen, das Parkbad als Veranstaltungsort einzubringen. Denn das Parkbad passt ja nun wirklich ideal zu der Idee, besondere Filme an besonderen Orten zu zeigen.

Aber?

Na ja, die Teilnahme ist nun mal auch eine Preisfrage, denn da die Filmvorführungen für Zuschauer kostenlos sind, müssen die Veranstalter Geld mitbringen. Und da haben wir als Verein natürlich so unsere Probleme.

Jetzt klappt es aber doch...

Ja, im vergangenen Jahr haben wir uns zu diesem Thema mit der Sparkassenstiftung zusammen gesetzt. Die waren auch sofort angetan und haben uns eine Unterstützung von 1500 Euro zugesagt, leider waren dann aber für 2016 schon alle Spielorte vergeben. Aber man hat uns zugesichert, dass wir in diesem Jahr auf jeden Fall dabei sein werden.

Und so ist es gekommen. Wir sind schon stolz, damit nach dem Tag des offenen Denkmals, dem Bühne-raus-Festival des WLT und der Extraschicht jetzt das nächste kulturelle Glanzlicht in den Stadtgarten zu bekommen. Damit können wir den Menschen auch zeigen, dass Castrop-Rauxel bei allen Macken, die es hat, eine sehr liebens- und lebenswerte Stadt ist, in der man auch so etwas wie diese Film-Schau-Plätze, die ja schon richtig Renommee haben, gestemmt bekommt.

Die Filmvorführung wird es dann auch im Becken geben?

Das wissen wir ehrlich gestanden noch nicht. Das kommt wohl auf den Lichteinfall am Vorführtag an. Es kann auch sein, dass wir den Film auf der Wiese zeigen müssen. Darum können wir auch noch nicht sagen, wie viele Zuschauer wir unterbringen können.

Was erwartet die Zuschauer denn überhaupt an dem Filmabend?

Wir haben die Akkordeon-Bigband Druckluft gewinnen können, die ab etwa 19:30 oder 20 Uhr Filmmusik spielen wird. Dann gibt es wie immer in dieser Reihe einen Vorfilm von jungen Filmemachern aus NRW und dann den Hauptfilm „Ganz weit hinten“. Parkbad-Gastronom Rainer Schorer wird zum Abend passend dann auch kulinarische Spezialitäten anbieten.

Haben Sie sich den Film eigentlich aussuchen können?

Eigentlich wollten wir gern „Rausch der Tiefe“ zeigen, aber der war nicht im Angebot. Da wir auf jeden Fall einen Bezug zum Wasser haben wollten, haben wir uns dann unter den möglichen Filmen eben für „Ganz weit hinten“ entschieden.

Die Idee, die Schauplätze, der Film
Film-Schau-Plätze gibt es seit 20 Jahren. In diesen Jahren hat es 250 Filmabende an 139 besonderen Orten gegeben. Filmabende gab es auf Herrensitzen, in Parks und Burgen im Münsterland, in Industriedenkmälern im Ruhrgebiet (etwa im Hebewerk), aber auch in Mühlen in Ostwestfalen-Lippe oder in der Eifeler Seenlandschaft. Im Jubiläumsjahr stehen neben internationalen Produktionen auch deutsche Filme auf dem Programm, das vom Kunstfilm bis zum Blockbuster reicht. Dabei gibt es 17 Spielorte erstmals zu entdecken. „Ganz weit hinten“ ist ein amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2013. Der Coming-of-Age-Film handelt von einem schüchternen Jungen, der während der Sommerferien in einem Wasserpark Freundschaften knüpft, die ihm dabei helfen Selbstvertrauen zu fassen. Sehr sehenwert.

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