Politik hört Castroper Netz-Bürgerinitiative an

Von Facebook in den Ausschuss

In einer Facebook-Gruppe haben sie sich organisiert, nun wurden sie vom Arbeitskreis "Marktplatz-Umgestaltung" offiziell angehört. Engagiert haben die Sprecher der Initiative „Marktplatzerhalt statt Strukturasphalt“ ihre Forderungen klar gemacht. Der Bürgermeister zeigte dafür wenig Verständnis.

Castrop-Rauxel

, 06.06.2014, 10:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trugen im Ratssaal ihre Argumente zur Marktplatz-Umgestaltung vor (v.l.): Jule Springwald, Guido Baumann und Rüdiger Landsiedel.

Trugen im Ratssaal ihre Argumente zur Marktplatz-Umgestaltung vor (v.l.): Jule Springwald, Guido Baumann und Rüdiger Landsiedel.

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Vor Beginn ihrer zweiten Sitzung hörten sich die Arbeitskreismitglieder, wie versprochen, die Argumente der aus der Facebook-Gruppe „Du bist Castroper, wenn ...“ hervorgegangenen Bürgerinitiative an. Guido Baumann wandte sich klar gegen einen Wegfall von über 30 Parkplätzen und auch gegen die geplante Flaniermeile zum Kulturplatz Leo, für die nur unnötig Steuergelder verschwendet würden. Das Geld sollte besser in eine Sanierung des Platzes mit Natursteinpflaster investiert werden. Entweder sollte das Personal der Stadt, das in den vergangenen Monaten schon einige Flächen „hervorragend geflickt“ habe, diese Arbeit fortführen und das Pflaster künftig pflegen, oder es sollte ein komplett neues Natursteinpflaster eingesetzt werden.

Bürgermeister Johannes Beisenherz hielt den Bestandswahrern entgegen: „Wenn alles so schön und schnuckelig ist, warum hat unsere Altstadt davon nicht profitiert?“ Es gelte also, den Markt anders und zeitgemäß zu gestalten. Dem widersprach Rüdiger Landsiedel als Mitglied der Bürgerinitiative postwendend: „Dass es mit der Altstadt nicht bergauf ging, hat nichts mit dem Markt zu tun, sondern mit dem Ende des Bergbaus und der Schließung des Hertie-Hauses.“ Aus der nicht-öffentlichen Arbeitskreis-Sitzung, die sich anschloss, wurde offiziell nichts bekannt. Dem Vernehmen nach tritt die Politik derzeit auf der Stelle. Man wartet die neue Mehrheitskonstellation im Stadtrat ab.

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