Praxis an Bahnhofstraße: Nachfolgerin von Axel Dworniczak eröffnet bald

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Seit Jahresende hat die Praxis von Axel Dzworniczak geschlossen. Nach dem Umbau freut sich seine Nachfolgerin ab Februar, ihre jungen Patienten kennenzulernen. Vieles wird dann neu sein.

Castrop

, 28.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach 30 Jahren hat sich im Dezember der Kinderarzt Axel Dworniczak in den Ruhestand verabschiedet. Nach einem Monat Renovierung soll sich nun im Februar die Praxis an der Bahnhofstraße 30 wieder mit Leben füllen: Dworniczaks Nachfolgerin steht in den Startlöchern.

Zehn Jahre in großer Gemeinschaftspraxis

Die neue Kinderärztin ist neu in Castrop-Rauxel, aber erfahren in ihrem Beruf: Christiane Schmolke hat zehn Jahre lang als Kinderärztin in einer großen Gemeinschaftspraxis in Datteln und Oer-Erkenschwick gearbeitet. Nun eröffnet die 43-Jährige ihre eigene Praxis. Sie freut sich schon darauf, ihre neuen Patienten kennenzulernen.

„Das wird eine Umstellung für mich, allein zu arbeiten“, sagt Christiane Schmolke. Vorher hat sie parallel immer mit mindestens drei anderen Ärzten gearbeitet. Nun freue sie sich, viele neue Gesichter zu sehen. Sie hofft, dass viele Patienten der Praxis treu bleiben. Aber Patient und Ärztin müssten auch zueinander passen, sagt die 43-Jährige. „Ich bin ja eine ganz andere.“

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Christiane Schmolke will in den Kindern nicht nur die Krankheit sehen, nicht nur den Schnupfen, sondern nach und nach auch die Lebensgeschichte kennenlernen, sagt die Ärztin. „Das ist das wirklich Schöne, dass man sie von klein auf begleitet.“ Von den ersten U-Untersuchungen bis sie plötzlich schon zur Schule gehen und länger will Christiane Schmolke ihre Patienten begleiten.

Ärzte knüpfen Kontakt bei Notdienst

Die 43-Jährige hat selbst zwei Kinder. Mit den beiden Jungen, sechs und acht Jahre alt, und ihrem Mann wohnt sie in Waltrop. Dass sie nun die Praxis von Axel Dworniczak übernehmen konnte, verdankt sie dem Zufall. Vor einem Jahr hatte sie mit dem langjährigen Kinderarzt gemeinsam Notdienst. Er die frühe Schicht, sie die späte. So lernten sich die Ärzte kennen, kamen ins Gespräch über den nahenden Ruhestand, erzählt Christiane Schmolke.

Seit fast einem Monat hat ihre Arbeit allerdings wenig mit Medizin, mehr mit Baumanagement zu tun. Die Räume an der Bahnhofstraße sind komplett renoviert worden. Neue Wandfarben, Böden, Möbel, sogar die Elektrik musste erneuert werden, erzählt Christiane Schmolke. Inzwischen steht der Empfangstresen und auch die Behandlungsliegen sind da.

Kaufmannsladen und Waldtiere an den Wänden

Aber im Wartezimmer kann noch niemand sitzen, Spielzeug fehlt, die Kinder sollen sich an einem Kaufmannsladen die Wartezeit vertreiben können. Computer, die Teeküche, Wandbilder mit Waldtieren - das alles hat Christine Schmolke im Kopf geplant, nun müssen die Handwerker den Rest noch umsetzen.

Eine Woche haben sie dafür noch Zeit. Am Montag, 3. Februar, soll die Praxis öffnen. „Das wird eine Punktlandung“, hofft die Ärztin. „Wir geben alles.“ Die Patienten würden wohl am liebsten sofort kommen. Der Januar ist eigentlich Hochsaison für Kinderärzte, weiß Christiane Schmolke. Trotz Schildern und Hinweis auf dem Anrufbeantworter: Mitten im Renovierungsstress steht plötzlich schon eine Mutter mit ihrem Kind in der Eingangstür. Freundlich muss Christiane Schmolke sie auf Anfang Februar vertrösten. Dann kann sie sich statt auf eine Baustelle auf die jungen Patienten konzentrieren.

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