Problemhaus Wittener Straße: Bewohner entrümpelten Hinterhof inzwischen

Gebäudekomplex in Merklinde

Die prekären Wohnverhältnisse im Mehrfamilienhaus an der Wittener Straße sind nach unserem Video-Bericht, aber auch schon seit der Corona-Quarantäne bekannt. Im Juni haben Bewohner aufgeräumt.

Merklinde

, 09.07.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Haufenweise Müll: Die Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Wittener Straße haben unter fachkundiger Anleitung den Hinterhof gesäubert. Weitere Aktionen sollen folgen.

Haufenweise Müll: Die Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Wittener Straße haben unter fachkundiger Anleitung den Hinterhof gesäubert. Weitere Aktionen sollen folgen. © Stadt Castrop-Rauxel

Abfall, Schrott und Gerümpel: Das Umfeld des Wohnkomplexes an der Wittener Straße glich einer Müllhalde. Jüngst schockierte ein heimlich gedrehtes Video, das die verheerenden Zustände im und rund um das Problemhaus in Merklinde im November 2019 zeigt. Vor allem Bulgaren und Rumänen leben hier auf engstem Raum zusammen.

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Mittlerweile sieht es zumindest draußen deutlich besser aus: Anfang Juni entrümpelten Bewohner der drei zusammenhängenden Häuser den Hinterhof. Nicht alleine, sondern mit Hilfe des EUV-Stadtbetriebs und des städtischen Bereichs Migration und Obdachlosenhilfe, der sich seit Monaten intensiv kümmert.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Kaum wiederzuerkennen ist der Hinterhof des Wohnkomplexes nach dem Großreinemachen.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Kaum wiederzuerkennen ist der Hinterhof des Wohnkomplexes nach dem Großreinemachen. © Stadt Castrop-Rauxel

Ein Video zeigt, wie es in und um ein Mehrfamilienhaus an der Wittener Straße im November 2019 aussah.

Ein Video zeigt, wie es in und um ein Mehrfamilienhaus an der Wittener Straße im November 2019 aussah. © privat

Alles, was reif für den Bringhof war, hätten die Bewohner vorsortiert und mit ihren Lieferwagen zur Entsorgung nach Ickern gebracht, so die städtische Pressestelle. „Den Hofbereich haben sie gereinigt und die verbliebenen Gegenstände geordnet“, heißt es jetzt.

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Weitere Aktionen sollen folgen

Die schwierigen Wohnverhältnisse an der Wittener Straße sind der Stadt und Anwohnern lange bekannt. Durch die verhängte Corona-Quarantäne im Spätfrühjahr gerieten sie in den Fokus der Öffentlichkeit. Mehrfach sei hier im Rahmen der behördlichen Möglichkeiten nachgesteuert worden, betont die Stadt.

Aktionen wie die Entrümpelung sollen fortgesetzt werden. Nach den Sommerferien will man dabei auch die Nachbarn einbinden.

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