Prozess um einen Hundehaufen endet mit Urteil wegen Beleidigung

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Der Fall um einen Hundehaufen ging am Amtsgericht nun in die zweite Verhandlungsrunde. Und endete mit Geldstrafe für einen 35-jährigen Mann, der die Hundehalterin beleidigt hat.

Castrop-Rauxel

, 24.03.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Fall um einen Hundehaufen ging am Amtsgericht nun in die zweite Verhandlungsrunde. Eine Hundehalterin hatte Anzeige gegen einen 35-Jährigen erstattet, der sie im Dezember zu nächtlicher Stunde vor seinem Haus mit ihrem Hund angetroffen und massiv beleidigt haben soll.

„Deutsche Schlampe“ war dann doch zu viel

Grund war der Hund. Während der Mann behauptete, die Frau sei mit ihrem Hund auf seinem Grundstück gewesen, wo der sein großes Geschäft verrichtet habe, beteuerte die 25-jährige Hundebesitzerin, dass ihr Tier lediglich von der Gehwegseite an die Hecke uriniert habe. „Der Mann wurde sofort laut und hat mich beleidigt“, sagte sie. „Deutsche Schlampe“ sei gefallen, und „Kartoffel“. Wobei sie Letzteres nicht als Beleidigung empfunden habe. Aber die „Schlampe“.

Während sie versucht haben will, dem Mann zu erklären, dass der Regen den Hundeurin sowieso sofort wegspüle, soll der 35-Jährige immer lauter geworden sein.

Seine Version: Die Frau sei auf seinem Grundstück gewesen, der Hund habe einen Haufen hinterlassen. Sein Grundstück werde immer wieder als Hundetoilette missbraucht. Deshalb hatte er gegen den ursprünglichen Strafbefehl, der ihm per Post zugegangen war, Einspruch erhoben und auf die Gerichtsverhandlung gesetzt.

Falls er auf einen Freispruch gehofft hatte, wurde er enttäuscht. Für die Staatsanwaltschaft war die Zeugenaussage glaubhaft. Die Forderung: eine Geldstrafe über 40 Tagessätze zu je 30 Euro, so wie es im Strafbefehl auch stand.

Richter milderte die Strafe etwas ab

„Es ist ja eigentlich nichts Wildes“, bewertete der Richter den Sachverhalt. Was jedoch ein weiterer Strafbefehl, der erst vor ein paar Tagen rechtskräftig geworden war, in einem anderen Licht erscheinen ließ. Denn da ging es ebenfalls um eine Beleidigung. Mit seinem Urteil reduzierte der Richter die Geldstrafe trotzdem auf 30 Tagessätze zu je 20 Euro. „Ihr geschildertes Verhalten ist lebensnah“, sagte er in Bezug auf eine Aussage des Angeklagten, wegen seiner Arbeit viel Stress zu haben.Reg

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