Das Ensemble des erfolgreichen Ruhrgebietsmusicals "Radio RuhrPott" musste viele Auftritte wegen der Corona-Pandemie absagen. Das Ensemble um den Kamener Bernd Böhne war stets sicher, dass es irgendwann weiter geht. Jetzt ist es soweit. © Stefan Milk
Musical startet wieder

Radio Ruhrpott: Jetzt steht fest, wann das Musical wieder loslegt

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Aber Veranstaltungen sind wieder möglich. Darum startet jetzt auch „Radio Ruhrpott – Das Ruhrical“ wieder durch. Besser denn je, sagt der Chef.

Die letzte Vorstellung liegt nun über ein Jahr zurück. Seither sendet „Radio Ruhrpott“ nicht mehr. Doch jetzt steht fest: Das Musical, das sich selbst auch „Ruhrical“ nennt, ist zurück und behauptet von sich, es sei besser als vorher.

Die Termine bis zum Jahresende

  • Do, 18.11., 20 Uhr / Fr, 19.11., 20 Uhr / Sa, 20.11., 20 Uhr / So, 21.11., 18 Uhr
  • Do, 9.12., 20 Uhr / Fr, 10.12., 20 Uhr / Sa, 11.12., 20 Uhr / So, 12.12., 15 Uhr
  • Fr, 7.1.2022, 20 Uhr / Sa, 8.1., 20 Uhr / So, 9.1., 15 Uhr
  • Do, 10.2., 20 Uhr / Fr, 11.2., 20 Uhr / Sa, 12.2., 20 Uhr / So, 13.2., 15 Uhr
  • Fr, 4.3., 20 Uhr / Sa, 5.3., 20 Uhr / So, 6.3., 15 Uhr

Karten gibt es online bei Reservix, Proticket, oder im Ticketshop der Eventforum GmbH, Lönsstraße 12, Castrop-Rauxel, Tel. 02305 / 22299. Sie kosten zwischen 40 und 80 Euro.

Am 18. November gibt es die erste Vorstellung des Musicals in der Castrop-Rauxeler Stadthalle. Es geht um eine Liebesgeschichte und um ein Radioprogramm mitsamt DJ, der viele Gassenhauer zum Mitsingen von Nena (99 Luftballons), Herbert Grönemeyer (Bochum), Geier Sturzflug (Bruttosozialprodukt), einem Helge-Schneider-Medley und vielem, vielem mehr auflegt. Live gespielt auf der Bühne von der Radio-Ruhrpott-Band.

Schon 2020 schrieben Kritiker, dass die Story nicht immer ganz konsequent einem roten Faden folgt. Denn das merkt man: Sie ist um die Songs herum geschrieben, die unbedingt ins Musical rein sollten, weil sie allesamt von Künstlern aus dem Revier stammen und hier beliebt und bekannt sind. Auch die Zeche und die Arbeit unter Tage werden reingemischt, sodass das Steigerlied (Glückauf, Glückauf!) – neu interpretiert mit Beatboxer-Rhythmen von Darsteller Kevin O‘Neal – und anrührende, ruhigere Momente Eingang finden.

Dennoch blieb bei allen bekannten Kritiken das Fazit eindeutig: hingehen! Macht gute Laune bei jungen und älteren Gästen, ist für die ganze Familie und lohnt den Besuch.

Und nun, nach so langer Zwangs-Kreativpause? Das Ensemble blieb zusammen, arbeitete zuletzt miteinander sowohl an der Story als auch am Auftritt. Der umtriebige Geschäftsführer Michael Kloßek schloss sich mit seinem Musical-Partner Bernd Böhne vor Monaten schon zu einem Denkwochenende im Ferienhaus des Kameners am Sorpesee im Sauerland ein.

Heraus kam unter anderem das Projekt „Radio Ruhrpott Akademie“, mit dem man die Musical-Marke weiter zu etablieren versucht: Kinder und Jugendliche erhalten in Jugendzentren, aber auch beim FC Schalke 04 und beim VfL Bochum Gelegenheit, sich in kostenfreien Workshops in Beatboxing, Gesang und Breakdance auszuprobieren. Dazu schlüpfen die Darsteller in die Rolle der Coaches. Die Knappschaft unterstützt dieses Engagement als Sponsor.

Auch am Musical selbst arbeitete man inhaltlich. „Wir haben es an manchen Stellen besser gemacht“, verrät Michael Kloßek im Gespräch mit unserer Redaktion.

Für die anstehenden Vorstellungen bis Jahresende sind noch Karten verfügbar. Auch nach dem Jahreswechsel will das Musical mit voller Kraft weiter „senden“: spielen, spielen, spielen. Die Stadthalle ist dazu reserviert. Wer noch Karten aus abgesagten Veranstaltungen besitzt, kann sie gegen die neuen Termine eintauschen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock