Radstreifen in Straßenmitte jetzt doch realistisch

In der Innenstadt

Die Chancen, das Radfahren in der Innenstadt durch Einrichtung eines Schutzstreifens in der Mitte der Straße sicherer zu machen, sind überraschend erheblich gestiegen. Das Düsseldorfer Verkehrsministerium hat jetzt einem entsprechenden zweijährigen Modellversuch in Soest zugestimmt.

CASTROP-RAUXEL

, 11.04.2016, 04:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unser Fotomontage zeigt ein Teilstück des Biesenkamps nach den Vorstellungen des Arbeitskreises Bürgerfreundliche Altstadt. Danach soll der Fahrradschutzstreifen mittig angelegt werden, so dass ein Überholen von Radfahrern unmöglich ist.

Unser Fotomontage zeigt ein Teilstück des Biesenkamps nach den Vorstellungen des Arbeitskreises Bürgerfreundliche Altstadt. Danach soll der Fahrradschutzstreifen mittig angelegt werden, so dass ein Überholen von Radfahrern unmöglich ist.

Mit dieser Entscheidung erhält der Bürgerantrag des Arbeitskreises Bürgerfreundliche Altstadt, einen Radfahrerschutzstreifen mitten auf den Straßen Biesenkamp, Löns- und Mühlenstraße einzurichten, plötzlich eine realistische Perspektive. 

Dessen Vorsitzender Meinolf Finke zeigte sich im Gespräch mit unserer Redaktion freudig überrascht von der Entwicklung: „Das finde ich toll. Ich werde die Stadt sofort auffordern, sich dahinter zu klemmen“, sagte er.

Widerspruch zur Straßenverkehrsordnung, aber...

In der Mitteilung des Verkehrsministeriums heißt es, der Schutzstreifen in der Mitte stehe zwar nach wie vor im Widerspruch zur Straßenverkehrsordnung. Wörtlich geht es dann aber weiter: „Da sich die Markierung in der Praxis aber anscheinend bewährt hat, ist das Land daran interessiert, die Frage nach der Funktionalität insbesondere mit Blick auf eine dauerhafte Verkehrssicherheit auch wissenschaftlich abzusichern."

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Modell für andere Kommunen?

In den folgenden zwei Jahren werde geprüft, „ob die spezifische Soester Verkehrsführung auf andere Innenstadtsituationen übertragen werden kann“. Vorausgegangen waren dieser Entscheidung Gespräche zwischen Vertretern von Stadt, Kreis, Bezirks- und Landesregierung in Soest. Die dortige Kommunalpolitik war zuvor aufgefordert worden, die nicht rechtskonforme Regelung dort zu beseitigen.

 

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