Bei einem Raubüberfall in Deininghausen sollen drei Männer im Mai fette Beute gemacht haben. Zu Prozessbeginn in Dortmund gaben sie sich am Freitag wortkarg.

Deininghausen

, 07.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die drei 26, 28 und 37 Jahre alten Freunde nicht nur brutale Räuber sind, sondern zumindest zu Beginn des Jahres auch in kiloschwere Drogengeschäfte verwickelt gewesen sind. Von einem Kilo Amphetamin ist in der Anklageschrift die Rede, das an einem Kiosk an der Dresdener Straße den Besitzer wechselte.

Auch Drogengeschäfte angeklagt

Die vermeintlichen Drogengeschäfte sollen auch der Grund für den Raubüberfall gewesen sein, der sich am Maifeiertag in unmittelbarer Nähe des Kiosks ereignete. Laut Anklage klopften zwei der drei Freunde an die Tür eines Bekannten, während der dritte Mann am Auto die Umgebung sicherte.

Danach ging alles ganz schnell. Nachdem der Bekannte die Tür geöffnet hatte, sollen ihm die beiden Angeklagten mitgeteilt haben, er müsse ihnen sofort 2500 Euro zahlen. Das Geld sei er ihnen schuldig, weil vier Wochen zuvor eine Drogenlieferung dank der Schusseligkeit des Bekannten vernichtet worden sei.

Silberne Waffe

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, soll der 37-Jährige den Kontrahenten erst geschlagen und anschließend mit einer "kleinen, silbernen Waffe" bedroht haben. Angesichts dieser Überlegenheit soll das Opfer seinen Widerstand aufgegeben und sämtliche Wertsachen herausgerückt haben. Mit mehr als 10.000 Euro Bargeld, einem Smartphone, einer Apple-Watch und einer nagelneuen Playstation traten die Räuber offenbar wenig später die Flucht an.

Zu Prozessbeginn vor dem Dortmunder Landgericht wollten sich die Angeklagten am Freitag noch nicht zu den Vorwürfen äußern. Auch das mutmaßliche Opfer des Überfalls soll erst an einem der nächsten Verhandlungstage als Zeuge vernommen werden. Voraussichtlich geschieht dies sogar erst im nächsten Jahr.

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